Unser Beat. Moabit.

Unser Beat. Moabit.

1:0 – Moabit bezwingt Stern auch im Rückspiel

Mit einer couragierten Leistung hat der Moabiter FSV dem SFC Stern 1900 die zweite Niederlage (Hinspiel 2:0) zugefügt.

Nervöser Beginn – Spielkontrolle bis zur Pause
Der Vorbericht von Rasenperlen.com fasste es gut zusammen. Stern 1900 war das favorisierte Team, nicht nur tabellarisch sondern auch aufgrund der starken spielerischen Momente in der Hallenrunde. Für Moabit sprach der Hinspielsieg und die zuletzt positive Tendenz (2:0-Sieg in Schöneberg).
Die ersten Minuten des Spiels gehörten so auch gleich den Gästen aus Steglitz, die mit ruhigem Spiel und einigen guten Pässen in die Tiefe vor dem Moabiter Tor auftauchten. Diese 15 Minuten andauernde Druckphase überstand das junge Moabiter Team jedoch unbeschadet und besann sich alsbald der eigenen spielerischen Qualität.
“Manchmal weiß man als Trainer nicht so recht, was genau den Impuls gegeben hat. Heute war das auch so. Mit einem Mal haben unsere Spielerinnen den Ball gehabt und nicht mehr hergegeben. Da muss ich ein großes Kompliment aussprechen. Wir haben Stern bis zur Halbzeit kaum noch zur Entfaltung kommen lassen.”, zeigte sich Trainer Martin Meyer im Nachgang sichtlich beeindruckt. Moabit konnte so selbst offensive Akzente setzen und hatte durch Pia Etzold und Sara Allouch erste Torgefahr ausgestrahlt.

Stern kritisiert Schiedsrichterin-Leistung
Glück hatte Moabit, als eine Abseitssituation gegen Stern 1900 gepfiffen wurde. Die Verantwortlichen der Gäste regten sich über diese Entscheidung arg auf, war sie doch von der FSV-Spielerin Feli Schlechta getroffen worden, die aufgrund des kurzfristigen Ausfalls eines Kollegen die Spielleitung übernommen hatte. Im weiteren Verlauf gab es diverse Momente, in denen sich die Gäste nicht zufrieden zeigten mit den Pfiffen der jungen Schiedsrichterin, spielentscheidend war davon glücklicherweise keiner. Es sei der Hinweis gestattet, dass eine junge Ehrenamtlerin, die lieber im Moabiter als im Schiedsrichter-Dress auf dem Platz gestanden hätte, im Alter von 18 Jahren nicht unbedingt lautstark auf dem Platz angegangen werden muss, um die eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen.

Schnelle Führung und großer Einsatz sichern drei Punkte
Die spielentscheidende Szene ereignete sich in Minute 53, als die Stern-Keeperin einen Etzold-Schuss von der Strafraumkante nicht festhalten und über sich passieren lassen musste, s. Video. Zuvor konnte Sara Allouch, heute wieder in vorderster Sturmreihe gemeinsam mit Iman El Rahal stetiger Unruheherd, die “Sterne” unter Druck setzen und den Ballgewinn für Regina Kirchmaier ermöglichen, der letztlich zum Tor führte. Glücklich war die Führung in der konkreten Situation auf jeden Fall, aber auch hart erarbeitet.
Überhaupt muss erwähnt werden, dass das Moabiter Team heute durchweg spielerisch und kämpferisch überzeugen konnte. Allen voran war wieder Inga Müller im Zentrum ein entscheidender Faktor. Unterstützt von Emilia Semper und später der aufgerückten Regina Kirchmaier war Moabit im Zentrum dominant und konnte das Spiel an sich ziehen. Abgesichert durch die starke Lioba Virchow brannte nur wenig an, bis Stern in der letzten Viertelstunde plötzlich den Druck erhöhte. Angriff um Angriff prallte auf die Moabiter Hintermannschaft, doch Sofie Manthe hielt die Null mit dankbarer Unterstützung des gesamten Teams.

Einsatz bis zur letzten Rille
Allouch, Kirchmaier, Etzold – Moabit führt 1:0

Anschluss nach oben gehalten vor dem schweren Auswärtsspiel in Spandau
In der kommenden Woche trifft das Team dann auf Tabellenführer SpaKi, muss dabei aber neben Feli Schlechta auch Regina Kirchmaier ersetzen, die im wohlverdienten Urlaub weilen wird.
Mit dem Dreier gegen Stern erobert Moabit nunmehr Platz sechs zurück von Mariendorf. In den letzten fünf Spielen sollen nun noch weitere Punkte gesammelt werden, um die Bilanz der Hinrunde (18 Punkte) zu toppen (aktuell 15). Viel Erfolg!

Fotos: Moabiter FSV | Fragen & Anmerkungen? Schreib uns!