Unser Beat. Moabit.

Unser Beat. Moabit.

Deutliche Niederlage gegen DFC Kreuzberg (1:7)

Moabiter Team gibt frühe Führung ab und bricht in der Folge ein.

Blitzstart durch Paschmann
Was für ein Auftakt! Sally Paschmann taucht vor dem gegnerischen Tor auf, schießt ins linke Eck und markiert in der ersten Spielminute den Führungstreffer. Jubel beim Heimteam, das hervorragend besetzt in die Partie gegangen war. Hoffnungen lagen auf dem offensiven Dreieck um Paschmann, Godenrath und Heyder. So könnte es weitergehen.
Weit gefehlt. Moabit hatte zwar in den folgenden Minuten immer wieder kleinere Durchbrüche über die agile Paschmann, doch die vor zwei Wochen noch dreifach treffende Rieke Godenrath auf rechts und Michelle Heyder im Sturmzentrum blieben weitestgehend blass. Nachdem beide schon am vergangenen Wochenende in der Landesliga wenig Werbung für sich machen konnten, gab es gegen die gute DFC-Defensive nichts (weiteres) zu holen. Drücken wir die Daumen, dass beide schnell wieder ihre Form finden.
So kippte das Spiel zunehmend in Richtung Moabiter Hälfte, da der DFC aktiver in den Zweikämpfen war und mit Sofie Goetze und Chelsea Wright über zwei überragende Akteurinnen verfügte. Wright über links, Goetze vermehrt aus dem Zentrum und auf rechts agierend wurden immer wieder mit recht simplen Flugbällen in Richtung Mika Seebon geschickt. Das Kreuzberger Spiel war nicht immer schön, aber zielstrebig und konsequent. Und Moabit? Passiv und unkommunikativ lief man immer wieder nach dem selben Muster den Bällen hinterher. Charlene Giesert hatte auf rechts einen schweren Stand, Aneta Pekalska neben ihr in der Innenverteidigung musste mehrfach in letzter Sekunde retten. So drehte das furiose Kreuzberger Duo das Spiel in der 10. und 17. Minute zur ab da völlig verdienten Führung. Nach den Erfolgen zum Saisonstart konnte das Moabiter Team in der Folge nichts mehr entgegensetzen und konnte von Glück reden, dass es zur Pause nach einem erneuten Wright-Treffer (41.) nur 1:3 stand.

Wechsel verpuffen – destruktives Moabit geht baden
Alexander Wegener auf der durchnässten Moabiter Bank reagierte und brachte Julia Rölle zur Pause für Lisa Freßmann, die in einem Spiel, das das Mittelfeld größtenteils ignorierte, nur zu wenigen Aktionen kam. Mit einem Nackenschlag begann dann die zweite Halbzeit als schon nach zwei Minuten Goetze auf 1:4 erhöhte. Mit den Einwechslungen von Tomoka Tanaka, Sophia Bessinger und Aylin Mizmizlioglu nach 60 Minuten kam dann etwas mehr Griff ins Moabiter Spiel. Vor allem letztgenannte zeigte großen Einsatz und schaffte teilweise allein gegen drei Gegnerinnen die Ballbehauptung, sodass einzelne Offensivbemühungen von Moabit ausgingen. Auch Bessinger und die wieder eingewechselte Freßmann verdienten sich noch das eine oder andere kämpferische Fleißbienchen. Das Bemühen einzelner reichte jedoch nicht aus, um Goetze und Wright am weiteren Toreschießen zu hindern. Kreuzberg erhöhte per Strafstoß (71.) und aus dem Spiel heraus (78./90.) auf den Endstand von eins zu sieben Toren.

Fazit
Moabit hat trotz starker Besetzung keinen Zugriff auf das Spiel gefunden und defensive Zusammenarbeit vermissen lassen. So waren große Abstände zwischen den Teamteilen zu finden und luden Kreuzberg zu ungestörtem Spiel in die Tiefe ein. Die zweifelhafte Schiedsrichterleistung (bei allem Welpenschutz für neue Akteure an der Pfeife) hatte dabei keinen maßgeblichen Einfluss auf das Spiel, sorgte jedoch für zusätzlichen Frust und das eine oder andere Tor zu viel. Besonders verwunderlich war das Verhalten einzelner Moabiter Spielerinnen, die nach eigener Auswechslung bzw. nach Spielschluss ihre Enttäuschung lieber mit sich ausmachten statt im Team zusammenzuhalten. Das gilt es aufzuarbeiten.

Fotos: Moabiter FSV | Fragen & Anmerkungen? Schreib uns!