Spielberichte der 1.Damen

Nass gemacht

Die Frauen des Moabiter FSV haben ihre Testspielreihe mit einem passablen Auftritt begonnen. Beim frisch gebackenen Verbandsligisten Lichtenberg 47 hieß es nach dreimal 30 Minuten 4:2 (1:2; 1:2) für den Landesligisten. Die Treffer für den FSV erzielten Sarah Wienhold (2) und Sabrina Kaluza (2). 

 

Lichtenberg/Moabit – Nein, es lag nicht an der kalten Dusche, sie sich zu Beginn des Spieles wegen der fehlenden Feinjustierung der Beregnungsanlage über das Gäste-Team ergoss, warum es nach dem ersten Drittel mit 1:2 im Hintertreffen lag.  Vielmehr stellte sich die Moabiter Abwehrreihe zu spät auf die langen Bälle in die Spitze ein, mit denen Lichtenberg operierte. Nutznießerin war die wieselflinke Stürmerin Jenny Waldow, die deshalb einige Male der Defensive entwischen konnte und zwei ihrer Chancen auch zu Torerfolgen nutzte. Schon nach fünf Minuten umkurvte sie FSV-Torhüterin Stefanie Röhrich und schob zur Führung ein. Kurz vor dem Ende des ersten Spielabschnitts (27.) markierte sie das 2:1, diesmal hob sie das Spielgerät gefühlvoll über Röhrich in die Maschen. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Sarah Wienhold gesorgt. Per einer Art Solo-Pressing rückte sie der 47er-Torhüterin auf die Pelle und lenkte deren Befreiungsschlag ins Tor (24.).  

Das zweite Drittel kann getrost unter der Rubrik Sommerfußball abgelegt werden. Waldow blieb draußen, der Rest beider Mannschaften konnte sich keine großartigen Tormöglichkeiten erspielen. Bis eine Viertelstunde vor Schluss hatte das Resultat noch Bestand. Dann drehte Moabit merklich auf und kam unter der Regie von Franzi Groß - jetzt auf der „Zehn“ anstatt in der Innenverteidigung - zu drei schönen Treffern. Zunächst polierte Wienhold ihre Bilanz aus halbrechter Position auf: 2:2. Dann wuchtete Sabrina Kaluza per Kopf eine Ecke von Jana Allershausen in die lange Ecke: 3:2. Prädikat "sehr sehenswert".  Und schließlich war es erneut Kaluza, die nach einem Zuspiel im Strafraum noch eine Gegenspielerin gewieft aussteigen ließ und den Endstand fixierte: 4:2. 

FSV-Coach Matthias Vogel war nach dem Abpfiff zufrieden: „Das war - von den anfänglichen Löchern in der Abwehr abgesehen - schon ganz ordentlich. Lichtenberg fehlte sicher eine Handvoll Leistungsträgerinnen, schon alleine deshalb darf niemand das Ergebnis überbewerten. Mir hat gefallen, dass wir am Ende noch unbedingt gewinnen wollten. Das war ein Manko in der vergangenen Saison. Und generell tut uns jedes Spiel gut, in dem uns vielleicht die Bewässerungsanlage, aber nicht der Gegner völlig nass macht.“ 

Moabiter FSV: Röhrich, Kovtun, Groß, Schaak, Fischel, Allershausen, Abbes, Virchow, Heyde, Kaluza, Wienhold. Eingewechselt: Ottinger, Kremerskothen, Mizmizlioglou. Tore: 1:0 Waldow (5.), 1:1 Wienhold (24.), 2:1 Waldow (27.), 2:2 Wienhold (77.), 2:3 Kaluza (82.), 2:4 Kaluza (87.).