Spielberichte der 1.Damen

Hallenmasters? Moabit ist am Start!

Nein, nein - besonders gut gespielt haben sie nicht, die Damen des Moabiter FSV. Und dennoch dürfen sie an den Berliner Hallenmasters der Frauen am 5. Februar teilnehmen. Das Glück war ihnen hold, und deshalb belegten sie in der Qualifikationsrunde der besten sechs Landesliga-Teams am Sonntag in der Schöneberger Sporthalle den 2. Platz.  

 

Schöneberg/Moabit - So leicht aus der Reserve ist das Moabiter Team selten zu locken, zumindest sieht man es nie auf der Tribüne mitfiebern, wenn die Konkurrenz am Ball ist. Während des letzten Spiels des Landesliga-Turniers zwischen der zweiten Garnitur des SFC Stern 1900 und dem SC Borsigwalde war das anders und natürlich lag das an der Tabellenkonstellation. Ein Punkt hätte dem bis zu diesem Zeitpunkt überzeugenden SC für den zweiten Platz und damit für die direkte Qualifikation für die Masters gereicht.

Als Stern überraschend die Führung erzielte, machte es schnell die Runde: Bliebe es so, würde Moabit das zweite Ticket nach Turniersieger Berolina lösen. Also hieß es nun im Moabiter Block: Anfeuern, grölen und raunen was das Zeug hält. Das verfehlte zunächst die erhoffte Wirkung. Viola Bluhm glich für Borsigwalde aus. Und dann gelang Stern eben doch der Siegtreffer und der FSV war durch.

So richtig glauben konnte das dann doch keine der Moabiterinnen. Souveräner Hallenkick sieht anders aus - wie schon in der ersten Quali-Runde konnte der FSV nicht an den schönen Fußball des vergangenen Jahres anknüpfen. Gegen eben diese Heldinnen von Stern kam die Mannschaft von Trainer Matthias Vogel selber nicht über ein 0:0 hinaus, das Gewürge gegen Hansa endete Dank eines Treffers von Lioba Virchow mit einem Dreier für Moabit (1:0) und gegen Borsigwalde setzte es sogar eine 1:4-Packung, Sabi Kaluza markierte den kurzzeitigen Anschlusstreffer zum 1:2. Die letzten beiden Begegnungen waren dann deutlich besser. Hertha 03 Zehlendorf wurde mit 2:0 verdient besiegt, Dori Mersch fixierte den Endstand mit zwei furztrockenen, platzierten Linksschüssen. Gegen Berolina war trotz ansprechender Leistung kein Kraut gewachsen: 0:2 hieß es nach dem Abpfiff.

7 Punkte und ein lausiges Torverhältnis von 4:6 Toren reichte dem Team aus Mitte schließlich, aber das Schöne am Fußball aber ist ja unter anderem: Es interessiert nachher keine alte Sau mehr, wie ein Erfolg zustande gekommen ist. Fakt ist: Der Moabiter FSV ist wie im Vorjahr wieder bei den Masters am Start und das ist sehr erfreulich. Schön auch, dass Heidi Swiniarski, kurzfristig für die etatmäßige Keeperin Henriette Nagel eingesprungen, den Pokal für die beste Torhüterin des Turniers abstaubte. Am 5. Februar geht es dann gegen absolute Topteams des Berliner Frauenfußballs. Beginn ist um 11 Uhr in der der Schöneberger Sporthalle. Der FSV freut sich auf möglichst viele Fans auf der Tribüne. Da gibt es wie bei der Leistung des Teams nämlich auch noch reichlich Luft nach oben.

Für den Moabiter FSV auf dem Parkett: Swiniarksi, Heyde, Mersch, Virchow, Kirchmaier, Allershausen, Groß, Kaluza.