Spielberichte der 1.Damen

Den FSV kann man schicken!

Das Landesliga-Team des Moabiter FSV hat bei den 20. Berliner Hallenmasters der Damen einen schicken Auftritt hingelegt. Zwar schieden die Ladies vom Poststadion erwartungsgemäß nach der Vorrunde aus, verkauften ihre Haut in einer echten Hammergruppe aber richtig teuer. Coach Matze Vogel war folgerichtig hoch zufrieden: "Wir haben uns ja eher in dieses Finale gemogelt, heute aber bewiesen, dass wir zu Recht dabei waren."

 

Schöneberg/Moabit - Der FSV hatte es in der Vorrunde mit dem Verbandsligachampion der diesjährigen Hallenrunde, Borussia Pankow, mit dem Bundesligisten FC Union Berlin und dem aktuellen Tabellenführer der Verbandsliga, SV Blau-Gelb Berlin, zu tun. An ein Weiterkommen war also von vorneherein eher weniger zu denken. Ärgern wollte Moabit die starke Konkurrenz ein wenig - und das gelang recht gut.

Die beste Sohle legte der Landesligist dabei ausgerechnet gegen den Zweitligisten Union auf das Parkett der Schöneberger Sporthalle. Moabit trat den wieselflinken "Eisernen" beherzt entgegen. Einstellung und Zuordnung passten und so musste sich der Favorit durchaus strecken, um mit 2:0 zu gewinnen. "Im vergangenen Jahr haben wir ein halbes Dutzend Gegentore bekommen, wir können stolz auf diese Leistung sein", fasste Vogel zusammen. 

Schon in der Auftaktbegegnung hatte der FSV seine ansteigende Form im Vergleich zu den Vorrunden erkennen lassen, auch Pankow hatte es nicht leicht. Der Berlinligist nutzte eine der wenigen Unkonzentriertheiten in Moabits Abwehrspiel zur Führung und machte mit einem tollen Distanzschuss den Deckel drauf. Verdienter Sieg der Borussia, aber nicht so deutlich wie befürchtet.

Vielleicht wäre dem Team aus Mitte das Weiterkommen und damit die Sensation gelungen, wenn der Prachtschuss von Dori Mersch im letzten Gruppenspiel nicht knapp am Knick des Blau-Gelb-Kastens vorbei gerauscht wäre. Damit hätte der Neuzugang des FSV die starke Anfangsphase ihres Teams dokumentiert und wer weiß, möglicherweise wäre der Klassenprimus der Verbandsliga ja ins Straucheln gekommen. So aber gewann der mehr und mehr an Sicherheit und Oberhand. Am Ende unterlag Moabit mit 0:3, und musste sich auch dafür nicht schämen. "Ich freue mich, meine Mädels kann man schicken", sagte Vogel.

Masters-Sieger wurde der Bundesligist SV Blau-Weiss Hohen Neuendorf, der die Zweite von Union sicher mit 5:0 bezwang. Das Spiel um Platz 3 entschied der BSC Marzahn mit 1:0 gegen Union I für sich.

Für Moabit am Ball: Nagel, Heyde, Mersch, Ziese, Virchow, Kirchmaier, Groß, Allershausen, Kaluza.