Spielberichte der 1.Damen

Ohne Spitze zum Spitzenteam

Schwerer Schlag für den Moabiter FSV! Die Verletzung, die sich Sabrina Kaluza beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen den Adlershofer BC (3:0) zugezogen hat, ist schwerer als befürchtet. Der Arzt schickte Moabits Top-Torjägerin der vergangenen Saison (27 Treffer) mit der Diagnose „Riss des Innenmeniskus’“ in die Warteschleife. „In drei Wochen werde ich wohl operiert und falle damit in der kompletten Vorrunde aus“, berichtete die 31-Jährige geknickt. 

Weil auch Sarah Wienhold aus beruflichen Gründen fehlt, reist der Verbandsliga-Neuling am morgigen Sonntag, 10. September, ohne echte Spitze zum Vergleich mit dem Titelaspiranten 1. FC Union Berlin II (Anstoß um 12 Uhr auf dem Nebenplatz der Alten Försterei, Hämmerlingstraße 80 – 88). FSV-Coach Matthias Vogel: „Der Ausfall von Kaluza tut uns natürlich insgesamt richtig weh und dass Wienhold morgen fehlt, ist auch alles andere als optimal. Wir müssen improvisieren. Aller Voraussicht nach werden wir aber sowieso eher in der Defensive gefragt sein.“

Trotz des überraschenden Auftaktsieges besteht nämlich kein Zweifel: Beim Gastspiel in Köpenick ist das Team aus Mitte klarer Außenseiter. „Aber wir wollen unsere Haut schon so teuer wie möglich verkaufen“, sagt Vogel. Nach der mäßigen Vorbereitung mit wenigen Testspielen und zu dürftiger Trainingsbeteiligung ist das Stimmungsbarometer des Trainers in den vergangenen beiden Wochen geklettert. „Der Kader ist fast komplett und in den jüngsten beiden Trainingseinheiten war endlich der Zug drinnen, den ich mir lange gewünscht habe.“ Mit etwas Zählbarem rechnen trotzdem wohl nur die ganz harten Optimisten im Moabiter Lager. Vogel geht es aber ohnehin um etwas anderes: „Ich glaube, wir haben das Potenzial zum Klassenerhalt. Aber wir müssen uns in die Verbandsliga erst reinfuchsen und dafür in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen - learning by doing ist die Devise.“

Außer Kaluza und Wienhold fehlt noch Britt Schönrock (Urlaub), ansonsten sind alle an Bord der „MS Moabiter FSV“. Zu diesem Bild passt das Statement von Kapitänin Regina Kirchmaier: „Ich hoffe, wir bleiben einigermaßen auf Kurs und gehen nicht völlig unter.“

Mit bei den Eisernen zu Gast: Herzog, Kovtun, Ziese, Virchow, Reich, Haacke, Allershausen. Etzold, Schlenzka, Zoschke, Allouch, Semper, Kirchmaier, Lorenz, Linke, Matthes. Verhindert: Schönrock, Kaluza, Wienhold.