Spielberichte der 1.Damen

Allouch lässt FSV jubeln

 

Die Fußballerinnen des Moabiter FSV haben den dritten Sieg in der noch jungen Verbandsligasaison eingetütet. Im Duell der Aufsteiger behielt die Elf aus Mitte mit 3:0 (1:0) gegen Hertha 03 Zehlendorf die Oberhand. Die Treffer markierten Pia Etzold, Sara Allouch und Regina Kirchmaier.

 

Moabit – Nicht, dass die Partie auf dem Nebenplatz des Poststadions langweilig gewesen wäre, aber vor den beiden Toren wurde es tatsächlich erst fünf Minuten vor der Pause interessant. Dafür aber richtig: FSV-Stürmerin Sarah Wienhold eroberte sich in der Mitte der gegnerischen Hälfte den Ball und hob ihn flugs über die Zehlendorfer Torhüterin Simone Kruber hinweg an den rechten Pfosten. Der Ball sprang nach außen weg und landete vor den Füßen von Pia Etzold, die ihn aus spitzem Winkel in die lange Ecke schlenzte. 1:0 Moabit, abgezeichnet hatte sich eine Führung für eines der beiden engagiert auftretenden Teams bis dahin nicht.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es wieder fast eine Viertelstunde bis zur nächsten Strafraumszene, und wieder hatte die es in sich. Die starke Sara Allouch spitzelte nach einem Gewühl aus halbrechter Position den Ball flach in die linke Ecke zum 2:0 für Moabit (58.). Nur fünf Minuten später folgte der zweite Streich der 17-Jährigen. Ihren strammen Flatter-Freistoß aus gut 20 Metern konnte Kruber nur senkrecht nach oben abwehren, Regina Kirchmaier war als erste zur Stelle und drückte das fallende Spielgerät zum vorentscheidenden 3:0 in die Maschen (63.).

In der Folge warf das junge Gäste-Team alles nach vorne und hatte durchaus noch zwei bis drei gute Chancen auf den Anschlusstreffer, Moabit suchte sein Heil in Kontern. Die Zehlendorfer Abschlüsse waren zu ungenau, die FSV-Tempogegenstöße nicht konsequent vorgetragen und so blieb es beim 3:0 und damit dem dritten Dreier für die Elf von Trainer Matthias Vogel in dieser Saison. Überschattet wurde der Sieg von der Knie-Verletzung von Meike Trauth zehn Minuten vor dem Ende der Begegnung.

„Wir waren effizienter als Hertha, das war der Unterschied heute. Der Sieg ist nicht unverdient aber sicher um ein Tor zu hoch ausgefallen. Ich freue mich für das Team, das wieder alles gegeben hat“, sagte Vogel. „Wenn jetzt noch Meikes Verletzung nicht zu schlimm ist, war das ein sehr guter Tag für uns.“

Für Moabit auf der Platte: Ziese, Kovtun, Schlechta, Schönrock, Haacke, Zoschke, Trauth (80. Lorenz), Kirchmaier, Etzold, Allouch, Wienhold. Auf der Bank mit 90 Minuten in den Knochen: Semper, Reich. Tore: 1:0 Etzold (40.), 2:0 Allouch (58.), 3:0 Kirchmaier (63.). Zuschauer: zu wenige. Schiedsrichter: Ghökan Alkan.