Mannschaften

Durchwachsene Bilanz

Vier Tore, vier Punkte – so lautet die durchwachsene Bilanz der am vergangenen Wochenende im Einsatz befindlichen FSV-Teams.

Moabit/Mitte/Steglitz - Ein sehr erfreuliches Ergebnis verbuchten die B-Juniorinnen in ihrem ersten Rückrundenspiel am vergangenen Samstag. Die Landesliga-Elf des Trainers Martin Pohlmann bezwang auf heimischem Terrain die Spandauer Kickers mit 3:2 und schob sich damit wieder auf den dritten Platz des Tableaus vor. Die Treffer erzielten Sonja Hein und Sara Allouch (2). Ohne die verletzte Leistungsträgerin Annika Zoschke machte sich Moabit das Leben schwerer als nötig. „Wir hätten das Spiel in der Phase direkt nach der Pause schon klar für uns entscheiden können“, sagte Pohlmann nach der Partie. 3:1 führten seine Schützlinge zur Pause. Nach dem Seitenwechsel blieben dann einige hochkarätige Chancen ungenutzt, etwa als Allouch nach einem ihrer bärenstarken Dribblings den Ball aus kurzer Distanz über den Kasten setzte. Stattdessen gelang den Gästen der Anschluss. Das folgende Geschehen fasste der FSV-Coach dann so zusammen: „Wir haben uns den Sieg eher erkämpft als erspielt, verdient war er aber dennoch.“ Am kommenden Wochenende gilt es für Moabits Nachwuchs in der Partie gegen den Vierten FFC Berlin 2004, sein Standing in der Tabelle verteidigen.

Die zweite Mannschaft der Damen unterlag am Samstag beim SV Rot-Weiß Viktoria Mitte mit 0:2, lieferte dabei aber eine insgesamt gute Vorstellung ab – leider begann sie damit zehn Minuten zu spät. Trainer Alexander Wegener: „Wir haben den Start verschlafen, hatten dann die besseren Chancen, der Ball wollte aber einfach nicht rein.“ Den kollektiven Moabiter Schlaf nutzte Josefine Vogt, um den Spiel entscheidenden Doppelpack zu schnüren (3., 7.). Zehn Minuten vor der Pause begann dann die stärkste Phase der Moabiter Reserve. „Ein Angriff nach dem anderen, gute Möglichkeiten“, bilanzierte Wegener. Die beste Chance, den FSV II wieder ins Spiel zu bringen, hatte Maddy Kinmond, die sich mit einem tollen Dribbling bis dicht vor das Viktoria-Tor brachte, dann aber den Ball daneben setzte. Immerhin ist ein Aufwärtstrend festzustellen, in der Tabelle bleibt es beim 7. Platz.

Das Landesliga-Team der Damen ließ am Sonntag eine ganz große Gelegenheit aus, die Tabellenspitze zu erklimmen. Klassenprimus Berolina Mitte hatte am Vortag im Topspiel beim SV Seitenwechsel mit 0:1 den Kürzeren gezogen. Der FSV hätte Nutznießer sein können, doch beim abstiegsbedrohten zweiten Anzug des FC Stern 1900 reichte es für die Vogel-Elf nur zu einem 1:1-Unentschieden. Zunächst lief alles nach Plan. Sabi Kaluza brachte den FSV nach schöner Vorarbeit von Jana Allershausen früh in Führung (3.). Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich Stern zusehends und entschied immer mehr Zweikämpfe für sich. Zum Moabiter Glück gehörte der Torabschluss an diesem Tag nicht zu den Paradedisziplinen der Gastgeberinnen, und so bekamen die Zuschauer ein zerfahrenes Spiel mit wenig guten Aktionen im jeweiligen letzten Spielfelddrittel zu sehen. Bezeichnend, dass der Ausgleich nach einer Standard-Aktion fiel. Marion Kahlscheuer war nach einer Ecke zur Stelle (84.). Kurz zuvor hatte FSV-Keeperin Saskia Ziese die einzige richtig dicke Chance von Stern mit einem sensationellen Reflex entschärft. In der Schlussphase hatte Franzi Groß noch den Siegtreffer für Moabit auf dem Schlappen, verfehlte aber nach ihrem Alleingang knapp das Ziel. „Verdienter Punkt für Stern. Die waren heute lauffreudiger, giftiger und haben auch nach der Tätlichkeit von Laura Faulhaber an Franzi und der Roten Karte nicht aufgegeben. Dazu kommt aber schon, dass wir heute nicht das gezeigt haben, was wir können“, resümierte FSV-Coach Matthias Vogel. Und: „Das hat sich zwar angefühlt wie eine Niederlage, aber einen Punkt haben wir doch mitgenommen. Alles halb so wild.“