Spielberichte der B - Juniorinnen

Die Rechnung ist mit dem Wirt zu machen!

Die Moabiter B-Juniorinnen sorgen in dieser Saison ordentlich für Furore. In der Landesligasaison Großfeld überwintert der FSV-Nachwuchs gerade auf dem überraschenden dritten Rang und auch in der Halle feierte er jüngst einen großartigen Erfolg: Er qualifizierte sich für das Finale der BFV-Hallenmeisterschaft, das an diesem Samstag, 11. Februar, von 14 Uhr an in der Charlottenburger Sporthalle an der Sömmeringstraße 29 ausgetragen wird.

Charlottenburg/Moabit - Chef-Architekt des Erfolges ist Martin Pohlmann. Er ist von Beruf Gastwirt, betreibt in der Lehrter Straße unweit des Poststadions das gemütliche Cafè Moab, und ist kulturellen Ereignissen zugeneigt. Sein Herz schlägt aber auch für den Fußball und so ist er sozusagen nebenberuflich über die Jahre hinweg zu einem patenten Jugendtrainer geworden. Ursprünglich übernahm er irgendwann wegen seiner Tochter Evin, die das Kicken für sich entdeckt hatte, das Amt, so wie es bei kleineren Vereinen wie dem Moabiter FSV eben üblich ist. Mittlerweile begleitet er die Truppe schon eine gefühlte Ewigkeit auf ihrem Weg in den Frauenfußball. Und jetzt trägt diese Konstanz eben Früchte.

Zugegeben: Pohlmanns Team musst sich während der Quali schon steigern, um auf den Zug zur Verbandsmeisterschaft, die nach vereinfachten Futsal-Regeln gespielt wird, aufzuspringen. Gegen den FFC Berlin sprang dank eines Treffers von Annika Zoschke gerade noch ein Remis heraus. Gegen Lübars reichten fünf starke Minuten hinten und vorne nicht: 0:3. Das erste Ausrufezeichen setzte Moabit dann gegen Sparta Lichtenberg: Sara Allouch und Annabel Delfs schnürten jeweils flugs einen Doppelpack zum 4:0. Dem Anschlusstreffer von Sparta ließ Allouch noch ihren dritten Treffer folgen, am Ende hieß es 5:1 für den FSV.

Die Konstellation vor dem letzten Spiel verlangte nach einem Herzschlagfinale. Und die Zuschauer bekamen es. Gegner war ausgerechnet Lokalrivale Berolina Mitte, und dem reichte ein Unentschieden zum zweiten Platz in der Gruppe - und damit zur Qualifikation für das Finale. Feli Schlechta schockte die Konkurrenz mit einem Hammer aus der Distanz in der dritten Spielminute. Bero erhöhte den Druck und wurde für sein Engagement belohnt: 1:1. Jetzt musste Moabit kommen, alles andere als ein Sieg war uninteressant. In der vorletzten Spielminute passierte es: Luana Lorenz steckte einen Ball durch die Beine ihrer Gegenspielerin zu Katha Engelhardt und die markierte den entscheidenden Treffer. Großer Jubel im Moabiter Lager, das Billett für das Finale war gelöst.

Am Samstag sind die Girls aus Mitte wieder krasser Außenseiter. Die Gruppengegner heißen BW Hohen Neuendorf, SFC Stern 1900 und 1. FC Union Berlin. Und auch in der anderen Gruppe tummelt sich nur Prominenz: FC Hertha 03, Türkiyemspor, SV Adler Berlin und 1. FC Lübars. Aber wer weiß? Vielleicht gelingt sie ja, die große Überraschung. Die FSV-Mädels haben ja schon bewiesen, dass die Rechnung mittlerweile nicht mehr ohne sie und den Wirt, also Martin Pohlmann, gemacht werden darf.