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Pokalspiel: Medizin Friedrichshain – Moabiter FSV 0 : 2

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Hatte ich auf eine „Leistungsexplosion“ oder den „platzenden Knoten“ gehofft, sehe ich eher die „Eichhörnchenmethode“,

die mit dem mühsamen Ernähren, sprich den kleinen Fortschritten. Diese sind aber sicher zu erkennen. Sprach ich in der Vorwoche noch von einem Fehlpassfestival, so kamen diesmal wesentlich mehr Bälle am geplanten Ziel an. Auch die Struktur im Spiel ist inzwischen gut zu erkennen. So kamen die Gastgeberinnen im ganzen Spiel nur zu zwei echten Torchancen (eine davon höchst Abseitsverdächtig) und einigen wenigen Distanzschüssen.

Dabei waren die Friedrichshainerinnen keineswegs leicht zu überwinden. Sind wir in der Vergangenheit schon öfter aufeinandergetroffen und können uns ein Urteil erlauben, so haben die Gastgeberinnen einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Mit viel Herzblut, guter Organisation und hoher Laufbereitschaft hielten sie lange gegen und machten uns das Leben schwer. Vor allem die Torhüterin (für mich die beste Spielerin im Spiel) zeigte eine unglaubliche Leistung und brachte uns fast zur Verzweiflung.

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Wir hatten uns vorgenommen auf dem Platz  Dominanz auszuüben. Das gelang in der ersten halben Stunde sehr gut. Zwangsläufig kamen da auch Torchancen zustande, die wir aber allesamt nicht nutzen konnten. Oft dauerte es zu lange bis wir zum Abschluss kamen, dann waren die Schüsse nicht zwingend oder die Torhüterin war Endstation. Eine kurze Schwächephase hatten wir in der Viertelstunde vor Halbzeit. Mit dem ersten Konter hätten da die Gastgeberinnen durchaus in Führung gehen können. Das beeindruckte uns sichtlich und brachte uns aus dem Konzept, da müssen wir noch etwas souveräner werden.

damen_19_08_12_001.jpg Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Moabiterinnen aber wieder das Kommando. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Druck auf das Tor verstärkt. In der 54. Spielminute dann das erlösende 1 : 0. Hatten wir zuvor bessere Gelegenheiten verstreichen lassen, stocherte Daniela (die eigentliche Schussgelegenheit war auch hier schon vorbei) den Ball durch drei Abwehrspielerinnen glücklich über die Linie.

 

Die Friedrichshainerinnen verstärkten danach eher noch ihr Engagement und glaubten weiterhin an ihre Chance. Moabit dominierte weiterhin, ohne sich entscheidend durchsetzen zu können. Es war ein echter Pokalfight.

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Hatten wir in der Vergangenheit gerade in der letzten Phase des Spiels oft entscheidende Tore hinnehmen müssen, so wirkte sich diesmal die absolvierte Vorbereitung positiv auf unsere Kondition aus. Als den Gastgeberinnen in der letzten Viertelstunde sichtlich die Kräfte schwanden, konnten wir noch einmal zulegen. So ergaben sich zunehmend gute Gelegenheiten das Ergebnis zu erhöhen. Konnte die Torhüterin in der 85. Minute den Schuss von Daniela noch an die Latte lenken hatte sie beim Kopfball von Tiffy, die den abprallenden Ball verwandelte, dann keine Abwehrchance mehr. So stand es dann verdient 2 : 0 und in den letzten Minuten hätte das Ergebnis bei konsequenter Chancenverwertung noch um einiges höher ausfallen können.

 

Es freut mich besonders, das unsere konditionelle Vorbereitung nun deutlich sichtbar wird. Zumindest bei den Spielerinnen, die Diese komplett mitgemacht haben. Bei Badewetter, über 30 ° C, stehender Luft und bestimmt über 50 ° C auf dem Platz in der Sonne war das von beiden Mannschaften eine herausragende Leistung. Schön das wir es waren, die am Ende noch zusetzen konnten.

 

Fazit: wir sind wieder einen Schritt weiter. Wie das oben zitierte Eichhörnchen werden wir in kleinen Schritten weitermachen bis wir da sind, wo wir hinwollen. Wichtig wird sein, das wir unsere Torgelegenheiten besser nutzen und den einen oder anderen Fehler noch ausmerzen.

 

Um das noch einmal klarzustellen: ich habe auch nichts gegen „platzende Knoten“.....

;)