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Pokalspiel Moabiter FSV gegen BSC Marzahn 1 : 8

damen_16_09_12_pokal_003.jpgGegen den Regionalligisten gab es die erwartete Schlappe,

dabei sah das nach anfänglichen Schwierigkeiten in der ersten halben Stunde gar nicht so aus.

Aber alles der Reihe nach. Die Voraussetzungen waren alles Andere als gut. Mit dem letzten Aufgebot bekamen wir gerade noch 11 Spielerinnen zusammen. Alleine 5 bereisen die halbe Weltgeschichte, einige Kranke und Verletzte dazu, die letzten 10 Minuten mussten wir sogar zu zehnt spielen, da sich eine weitere Spielerin verletzte.....

Schon im Vorfeld des Spiels hielt uns Marzahn den Spiegel vor und zeigte den Unterschied zwischen Bezirks- und Regionalliga. War unser Treffen um 14:00 Uhr angesetzt, zog sich der Gast zu diesem Zeitpunkt schon in voller Mannschafsstärke um, waren erst ganze 6 Spielerinnen des Gastgebers eingetroffen........ Marzahn machte sich schon 15 Minuten intensiv warm, da kamen die ersten Moabiterinnen plaudernd aus der Kabine in Richtung Platz geschlendert........  Welch ein Unterschied!

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Nun ist die Bezirksliga für 11er Frauen die unterste Spielklasse, in Fußballerkreisen auch gerne als Totenliga bezeichnet. Ich mag diese wenig respektvolle Bezeichnung nicht übernehmen, zeugt sie aber vom allgemeinen Ansehen dieser Spielklasse. Nun bin ich auch keiner, der Sportler ob geringerer Leistungsfähigkeit belächelt oder verdammt. Ganz im Gegenteil soll jeder seinen Sport auf dem Niveau betreiben, das zu leisten er (sie) in der Lage ist. Nicht jede ist mit dem Talent einer Nationalspielerin gesegnet oder einfach nicht willens oder in der Lage mit großem Engagement die sportliche Karriere zu forcieren. Trotzdem kann man/ frau Fußball ja gerne spielen.

 

Somit hat diese Spielklasse sehr wohl ihre wichtige Existenzberechtigung. Hier versammeln sich all jene, die gerne Fußball spielen aber eben nicht sooo viel dafür investieren möchten. Damit ist im Umkehrschluss klar was man machen muss, wenn Frau diese Spielklasse nach oben verlassen möchte: einfach mehr..........

 Das vor Augen geführt zu bekommen und zu lernen sind solche Spiele unverzichtbar. Die erste Lektion „wie bereite ich mich auf ein Spiel vor“ bekamen wir gratis dazu. Genau diesen Gegebenheiten folgend begann dann auch das Spiel. In den ersten 5 Minuten wurden wir durcheinandergewirbelt, da konnte einem Angst und Bange werden. Chancen im Minutentakt, das frühe 0 : 1 und große Mühe mit dem vorgelegten Tempo des Regionalligisten. Issi, die wegen der Personaalknappheit das Tor hütete hatte schon jetzt viel Gelegenheit sich auszuzeichnen....... damen_16_09_12_pokal_002.jpg

Nun das Positive: nach und nach stellten wir uns immer besser auf das schnellere Spiel  der Marzahnerinnen ein. Klar konnten wir nie ganz gleichziehen. Wir konnten aber immer mehr eigene Aktionen starten und kamen zu mehreren Torgelegenheiten. Sicher glücklich, aber nicht mal unverdient konnten wir durch einen Schuss von Christin aus der zweiten Reihe den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen. Das motivierte, ließ uns den Respekt ein wenig ablegen und so entwickelte sich ein sehenswertes Spiel.

 

Das auch in unseren Reihen einige Mädels mit dem Ball umzugehen verstehen ist ja keine so ganz neue Erkenntnis. Nach rund 35 Minuten zeigte uns Der Gast dann den nächsten Unterschied auf. Bei uns machten sich die ersten konditionellen Mängel bemerkbar und prompt bekamen wir die Quittung. In den letzten 10 Minuten vor der Pause kassierten wir noch 3 Treffer, das Spiel war damit entschieden.

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Die zweite Halbzeit begann wie die Erste mit einem frühen Tor für Marzahn. Nach diesem 5 : 1 verlagerte sich das Spielgeschehen immer mehr in die Hälfte der Gastgeber. Wir konnten mit geschickter Verteidigung einen Einbruch verhindern. So kassierten wir die letzten beiden Treffer erst in den letzten 10 Minuten, wie schon erwähnt in Unterzahl.

 

Die meisten Tore kassierten wir durch lange oder in die Gasse der Abwehr gespielte Bälle. Das ging oft zu schnell für uns, dieses Tempo sind wir einfach nicht gewohnt. Zudem hatte unsere Abwehr, in dieser Formation das erste mal spielend, in den bisherigen Spielen noch nicht wirklich Gelegenheit sich einzuspielen. Zu wenig kam in den bisherigen Spielen auf unser Tor. Von daher war das eine gute Trainingseinheit für unser Abwehrverhalten. Wenn man jetzt noch bedenkt das 3 Tore aus stark abseitsverdächtiger Position erzielt wurden.....

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Unter den gegebenen Umständen haben wir uns gut verkauft und das Spiel einige Zeit offen halten können. Das wir gegen Marzahn im Tempo, in der Sicherheit und der individuellen Klasse nicht mithalten können war klar. Jetzt kommt es darauf an aus dem Spiel zu lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

 
Beste Spielerin war diesmal Issi im Tor. Auch wenn zu erkennen war, dass sie keine gelernte Torhüterin ist, hielt sie uns mit tollen Paraden gerade in der Anfangszeit im Spiel.