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Damen: SC Staaken – Moabiter FSV 3 : 0

damen_23_09_12_001_1.jpgOlli Kahn forderte zu aktiven Zeiten im Interview nach einer bitteren Niederlage: „wir brauchen mehr Eier“.....

 

Damit wollte er ganz sicher nicht auf Mängel in der sportlergerechten Ernährung hinweisen. Diese zum medialen Großereignis – wie dankbar nehmen die Medien solche Aussagen doch auf... - hochstilisierte Aussage hatte dann doch einige nicht sofort augenscheinliche Hintergründe.

 

Zum einen diente diese Aussage dem eigenen Frustabbau. Dann enthält diese Aussage den klaren Vorwurf an die Mitspieler, nicht alles für einen sportlichen Erfolg getan zu haben. Dann hat Olli Kahn damit Begrifflichkeiten und der damit verbundenen Hintergründe aus der Macho – Männerwelt öffentlich und damit Gesellschaftsfähig gemacht.

 

Nun mag man zu Olli Kahn stehen wie man will, aber eine solche Wirkung und der damit verbundenen medialen Präsenz hätten wohl nicht viele Sportler zustande gebracht........

 

Was steckt denn hinter dieser eher saloppen und „prolligen“ Aussage?

Unter Männern ist in Abwesenheit von Frauen ein durchaus direkter und herber Ton nicht gerade unüblich. Dazu ist auch sicher das obige Zitat zu zählen. Beim Versuch, eine adäquate Übersetzung oder eine andere Vokabel, einen anderen Spruch zu finden bin ich kläglich gescheitert. Umfasst doch dieses Zitat viel mehr als in einer einfachen veränderten Wortwahl an Aussagen hinein zu bekommen ist.

 

Neben dem oben zitierten Vorwurf umfasst diese Aussage noch Weitere: Mangel an Einsatzwillen und –Bereitschaft, Angst, Konzentrationsmangel, Schönspielerei, eben alles was im Spiel selber und auch Drumherum erforderlich ist um sportlich erfolgreich zu sein.

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Nun bin ich nicht sicher ob Olli Kahn wirklich zum Vorbild taugt, hat er in seiner Karriere doch zu viele ...... sagen wir mal „Aussetzer“ gehabt. In diesem Fall will ich mich allerdings in Ermangelung einer dem weiblichen Geschlecht passenden Entsprechung seines Zitats bedienen: „ wir brauchen mehr Eier“.

 

Viel mehr will ich (öffentlich) zu diesem Spiel nicht sagen. Auch in Unterzahl (!!!) darf man so, wie wir das in der ersten Halbzeit in Staaken machten, einfach nicht auftreten. Völlig zu Recht kassierten wir in der 8. (diesen Treffer legten wir selber mit einer Vorlage völlig unnötig auf), 28. und 34. Minute die Tore zum 3 : 0. Diese erste Halbzeit war das mit Abstand Schlechteste, was wir in dieser Saison bisher gespielt haben. Und das lag nicht am Gastgeber....

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Auch wenn wir in der zweiten Halbzeit nur wenig besser spielten, hielten wir da ein 0 : 0, hatten in den letzten 10 Minuten noch immer genug Gelegenheiten das Spiel zu drehen. Wenn man aber ein ums andere Mal der (allerdings richtig guten) Torhüterin den Ball in die Arme hebt.........

Eine „Beste Spielerin“..........  Vielleicht Saskia in der zweiten Halbzeit, da sie alles ablief was irgendwie gefährlich zu werden drohte.