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RW Hellersdorf - Moabiter FSV 1 : 2

damen_12_05_13_001.jpgWir konnten das Spitzenspiel für uns entscheiden und uns somit eine phantastische Ausgangslage schaffen.

Wir hatten uns fest vorgenommen das Hinspielergebnis zu korrigieren. Die Voraussetzungen dazu waren eher durchwachsen. Meine holprige und verspätete Anreise und die damit verbundene suboptimale Spielvorbereitung, wieder einmal nicht in voller Besetzug, und dann ein Spiel auf ungewohntem Untergrund, auf Rasen. Dazu gab der von Hellersdorf gestellte Schiedsrichter sein Bestes.......

Ich muss mich korrigieren: wir spielten auf Wiese, nicht auf Rasen..... Ich habe mich zwischenzeitlich immer wieder umgesehen, wo die Schafe bleiben. Der Ball blieb jedenfalls schnell liegen, ja fast stecken, so hoch war die Wiese. Das kommt natürlich der Spielweise der Gastgeberinnen, mit langen Bällen, deutlich entgegen. Unsere technisch starken Spielerinnen hatten eher Nachteile.

Dennoch und entgegen aller Wiederstände legten die Moabiterinnen los wie die Feuerwehr. Hellersdorf kam kaum vom eigenen Tor weg, war permanent unter Druck. In den ersten 20 Minuten hatten wir genug Chancen, das Spiel schon frühzeitig für uns zu entscheiden.
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Es gab aber auch den "Hallowach". Nach gut 10 Minuten schafften es die Hellerdorferinnen das erste mal, den Ball lang auf die schnellen Stürmerinnen zu schlagen, glatt und ohne mühe durchlief sie unsere Abwehr, hob den Ball über die herausstürmende Issi ... an die Latte. Hatten wir unsererseits seid Wochen immer wieder Aluminium getroffen, so rettete es uns diesmal. gut 5 Minuten später nochmal Aluminium, diesmal unser Pfosten.

Da allerdings hatte der Schiedsrichter zuvor eine klare Abseitsposition ignoriert. Unsere Abwehr hatte die Spielerin mustergültig und klar (mindestens 5 Meter) ins Abseits gestellt. Alle im Stadion erkannten dies, nur nicht der Schiedsrichter. Dafür pfiff er einige unserer Angriffe als Abseits ab, die .... naja, lassen wirs.

Da zwischen lag das 1 : 0 der Moabiterinnen. Hochverdient, aber dennoch glücklich, da dieser Treffer von den Hellerdorferinnen selber erzielt wurde. Unter dem Dauerdruck der Moabiterinnen häuften sich Fehler und Querschläger der Hellersdorfer Abwehr und einer der Querschläger landete dann im eigenen Tor. Ich will von einem erzwungenen Eigentor reden. Vor allem Dede tat sich in der ersten Halbzeit mit einem unglaublichen Laufpensum hervor und narrte ihre Gegenspielerinnen ein ums andere Mal.
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Auch wenn wir diesen Druck nicht über die ganze Zeit halten konnten, war die Führung völlig verdient. Ein 3 : 1 oder 4 : 2 würde den Spielverlauf wohl besser wiederspiegeln.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die Erste aufgehört hatte. Moabit kontrollierte da Spiel, Hellersdorf blieb bei Kontern immer wieder gefährlich. Früh erzielten wir das Vorentscheidende 2 : 0. Tiffy verwandelte aus zentraler Position eine Hereingabe von links flach in die linke Torecke. Vorausgegangen war der wohl schönste Angriff des ganzen Spiels. Über wenige Stationen wurde der Ball schnell über das ganze Feld nach vorne gespielt mit dem genannten Abschluss.
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Damit war das Spiel eigentlich gegessen. Auch wenn die Hellersdorferinnen sich mit der Erinnerung an die erfolgreiche Aufholjagt in Lichtenberg motivierten, der rechte Glaube an eine Wende war wohl nicht zu erkennen. Die Moabiterinnen mussten dem hohen Tempo der bisherigen Spielzeit Tribut zollen, so plätscherte das Spiel ereignislos dahin. Fehlpässe hüben und drüben, das Spiel verflachte immer mehr.

Aber wir sorgten gut 10 Minuten vor dem regulären Ende selber wieder für Spannung. Hellersdorf verkürzte auf 1 : 2. Diesen Treffer will ich hier nicht beschreiben. Nur so viel: in jeder Pleiten-, Pech- und Pannenschow wäre das wohl ein Renner.....

Damit witterten die Hellersdorferinnen ihre Chance und warfen alles nach vorne, zeigten ihrerseits gute Kombinationen und machten Druck. Der letzte Pass kam nicht an, echte Torchancen erspielten sie sich gegen die nun aufmerksame Moabiter Abwehr nicht. Allen voran Janine, die erstmalig an "Alte Zeiten" anknüpfen konnte und immer da war wo Gefahr entstehen konnte.

Bemerkenswert noch, das der Schiedsrichter die von selber ihm angezeigten letzten 3 Minuten auf über 7 Minuten ausdehnte. Wie bereits erwähnt, warfen die Gastgeberinnen in dieser Phase alles nach vorne. Ein Schelm, wer böses denkt......

Fazit: mit diesem 2 : 1 bei den starken Hellersdorferinnen haben wir uns eine tolle Ausgangsposition geschaffen. Erreicht haben wir aber noch nichts. 5 Spiele sind noch zu spielen, dann können wir sehen wo wir stehen, ob wir was erreicht haben.....