Moabiter FSV – GW Neukölln 3 : 9



Wieder mussten wir in Unterzahl antreten. 12 Spielerinnen zählt unser Kader,

Eine verreist, Eine verletzt und so bleiben nur 10 Spielerinnen, 4 davon noch C-Juniorinnen. Und dann ging es gegen den 2. der Verbandsliga. Viel schlechter konnten die Vorraussetzungen kaum sein und so stand kaum zu erwarten das wir dieses Spiel zu Ende spielen würden.

Und so ging es dann auch los: 2 Minuten standen auf der Uhr, da zappelte der Ball erstmals bei uns im Netz, nach 8 Minuten das zweite mal. Diesem Treffer hätte man die Anerkennung verweigern können, da die Neuköllner Stürmerin mit beiden Armen voran (unter Anfeuerung und Jubel der mitgereisten Neuköllner Zuschauer !!!) die Moabiter Abwehrspielerin abräumte um dann ungehindert einzuschieben.

Aber dann kam es doch anders als gedacht. Unmerklich aber immer besser kämpften sich die 10 wackeren Moabiterinnen in das Spiel und kamen ihrerseits zu Chancen. Es entwickelte sich tatsächlich ein Fußballspiel. Natürlich waren die Neuköllnerinnen besser, körperlich und spielerisch klar überlegen, aber die Moabiterinnen machten mit viel Laufarbeit einiges gegen die robust aufspielenden Gäste wett. So geht das 4 : 0 zur Halbzeit in Ordnung, vielleicht um einen Treffer zu hoch, da dem 4. Treffer wiederum ein Foulspiel voranging.

Dann die zweite Halbzeit. Es entwickelte sich ein tolles Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Das machte richtig Spaß, auch wenn wir diese Halbzeit 3 : 5 verloren. Dabei stand bei einem Treffer die Neuköllner Stürmerin 5 Meter im Abseits.... Aber 3 Tore schießen wir, zumal unter diesen Voraussetzungen, auch nicht jeden Tag. Und das war völlig verdient, ja es hätten bei ein wenig mehr Konsequenz sogar noch einige Treffer mehr werden können. So wirbelten Alex, Katharina und Svenja die Gästeabwehr immer wieder durcheinander und kamen zu guten Einschussmöglichkeiten. Und auch hinten standen wir zunehmend besser. Klar waren die Gäste spielerisch deutlich weiter und durch die numerische Überlegenheit im Vorteil. Das Ergebnis dieser Halbzeit spiegelte die Kräfteverhältnisse auch tatsächlich wieder.

So sahen die Zuschauer bei praller Sonne ein flottes und abwechslungsreiches Spiel mit vielen Toren. Ich denke, wir haben uns unter diesen Voraussetzungen mit einem anständigen Spiel aus der Verbandsliga verabschiedet. Fußballerherz, was willst Du mehr.

Schade nur das einige mitgereiste Eltern/ Zuschauer mit pöbeleien die Athmosphäre anheizten. Da kennen wir die Neuköllner, mit denen wir schon viele gemeinsame Aktionen/ Turniere hatten, anders. Man sollte sich bei GW überlegen ob man eine solche Außendarstellung wirklich nötig hat oder will.

Wir haben mit diesem Spiel eine schwierige Saison mit vielen Wendungen beendet in der wir alle viel gelernt haben. Auf das Gelernte lässt sich aufbauen, das wird uns zukünftig helfen. In der Mannschaft steckt steckt viel Potential, sie wird uns bei entsprechender Förderung noch viel Freude machen.

Eine „Beste Spielerin“ möchte ich nicht auszeichnen, da das der kompletten Mannschaftsleistung nicht gerecht würde. Erwähnen sollte man aber Jana im Tor. Erst seit wenigen Wochen wird sie ohne jede Vorkenntnis zur Torhüterin umgeschult. Sie macht rasante Fortschritte und wird von Spiel zu Spiel besser. Svenja verdient für ihre Einsatzfreude, ihre Laufbereitschaft und nicht zuletzt für die beiden daraus resultierenden Tore besondere Anerkennung. Auch Alex ragte mit ihren technischen Fähigkeiten aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung noch heraus.