Generalprobe verpatzt

Die Frauen des Landesligisten Moabiter FSV haben sich bei ihrem letzten Test vor der Pflichtspielsaison nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Beim Bezirksligisten SV Askania Cöpenick kam die Elf aus Berlin Mitte nicht über ein 3:3 (1:2) hinaus.

 

Köpenick/Moabit – Der FSV hatte sich vorgenommen, selbstbewusst und ruhig alle Situationen spielerisch zu lösen. Überhastete Abspiele sowie lange, unkontrollierte Bälle sollten vermieden werden. Das Bemühen wollte Trainer Matthias Vogel schließlich seinen Schützlingen auch nicht absprechen, „aber das alleine wird in der Landesliga nicht reichen“, sagte er nach der Partie. Zwar suchte sein Team sein Heil tatsächlich im Kurzpassspiel, das war allerdings oft zu ungenau aufgezogen.

Ein wenig versöhnlich stimmte der Doppelschlag von FSV-Torjägerin Sarah Wienhold. Erst verwertete sie einen Traumpass von Regina Kirchmaier eiskalt zum 0:1 (31.) und nur kurze Zeit später packte sie einen Halbvolley aus der Distanz in die Cöpenicker Maschen (38.). Der Ball war ihr nach einer der wenigen gelungenen FSV-Kombinationen eher zufällig vor die Füße gesprungen.  Der Anschlusstreffer für Askania fiel noch vor der Pause und war hoch verdient. Zwar kickte Moabits Verteidigerin Almut Pelzer den Ball aus nächster Distanz ins eigene Tor (40.), allerdings lauerte hinter ihr eine Angreiferin der Gastgeberinnen auf den Torschuss.

Auch nach dem Seitenwechsel riss die Partie niemanden wirklich vom Hocker. Vieles blieb Stückwerk. Wenigstens gab es noch drei sehenswerte Treffer. Die pfeilschnelle Linksaußen von Askania markierte nach Sprint und einem platzierten Schuss in die lange Ecke das 2:2 (60.). Eine Viertelstunde vor Schluss hämmerte Julia Kovtun für Moabit einen Freistoß an die Unterkante der Latte. Kirchmaier schaltete am schnellsten und köpfte den Abpraller zum 2:3 ins Netz. Askania Cöpenick, das ein Trainingslager mit diesem Test abschloss, kam dann per Handelfmeter zum erneuten Ausgleich, den Heidi Swiniarski, Moabits neue Torhüterin, um ein Haar noch pariert hätte. In der Schlussphase hatte Jana Allershausen den Sieg für den FSV noch auf dem Fuß, als sie der Abwehr enteilte, mit ihrem Flachschuss aber an Cöpenicks Torhüterin scheiterte. Es blieb beim 3:3 und Vogels Erkenntnis: „Für uns gibt es noch viel zu tun.“

Viel Zeit dazu bleibt nicht mehr, bereits am kommenden Wochenende gastiert der Bezirksligist SV Mariendorf zum Pokalfight in Moabit, eine Woche darauf beginnt auch schon die Punktspielrunde mit einem schweren Auswärtsspiel bei Absteiger Borsigwalde.

FSV Moabit: Swiniarksi, Kovtun, Pelzer (Hansbauer), Ziese, Allershausen, Kirchmaier, Groß, Heyde, Katzmaier (Ottinger), Byk (Fischel), Wienhold. Tore: 0:1, 0:2 Wienhold (31., 38.), 1:2 ET (40.), 2:2 (60.), 3:2 Kirchmaier  (76.), 3:3 (86.). Fehlerlos an der Fahne: Jayjay Köbke