Es ist noch Sand im Getriebe



Die Fußballerinnen des FSV Moabit sind schlecht aus den Startlöchern der neuen Landesligaspielzeit gekommen. Beim Abstieger SC Borsigwalde setzte es für die Elf des Trainers Matthias Vogel eine 4:2-Niederlage. Das Ergebnis täuscht auch noch über den Spielverlauf hinweg, "das hätte auch 7:0 ausgehen können", sagte Abwehrchefin Saskia Ziese nach dem verpatzten Spiel.

"Wir waren viel zu passiv, in allen Belangen. Besonders in der ersten Hälfte", resümierte Adem Dogan, der die Mannschaft interimsmäßig coachte. Borsigwalde war dem FSV vor allem körperlich deutlich überlegen. Moabit kam einfach nicht ins Spiel. Die Überlegenheit der robusten Gastgeberinnen spiegelte sich bereits Mitte des ersten Spielabschnitts auch im Ergebnis wieder. Katja Neuke (15.) und Viola Bluhm (25.) hatten flugs auf 2:0 gestellt. Per Doppelschlag nach etwa einer Stunde machten dann erneut Bluhm (60.) und Melanie Lorenz  (62.) für den Verbandsliga-Absteiger den Deckel drauf. Spätestens, als die starke Franziska Groß einen Elfmeter für Moabit an den Pfosten setzte und Liisa Andersson im Nachfassen an der SC-Torhüterin scheiterte, war die Messe gelesen. In den beiden Schlussminuten betrieben Julia Rölle und Groß noch Ergebniskosmetik für Moabit. Der FSV haderte ein wenig mit dem Schiedsrichter, der das ruppige Einsteigen des SC Borsigwalde so gut wie nie unterbunden habe. Für Dogan galt das aber nicht als Ausrede für die  Niederlage: "Man muss dann eben auch mal lautstark reklamieren, wenn man gefoult wird. Wir waren einfach zu brav." Unterm Strich sei der Sieg für die Gastgeberinnen verdient gewesen, so der FSV-Tenor. 

Einen faden Beigeschmack hatte die Landesliga-Begegnung auch. Hinter dem  Moabiter Tor hatten sich in der ersten Halbzeit einige SC-Fans versammelt und die Moabiter Torhüterin Heidi Swiniarski offenbar auf das Übelste beleidigt. "Ich habe die nach dem Spiel darauf angesprochen und einer hat sich dann wenigstens bei ihr entschuldigt. Aber das geht wirklich überhaupt nicht", sagte Dogan. 

Am kommenden Wochenende ist der Moabiter FSV punktspielfrei. Stattdessen steht ein Freundschaftsspiel beim Verbandsligisten Blau-Gelb Berlin auf dem Programm.

Moabiter FSV: Swiniarski, Kovtun (77. Fischel), Ziese, Andersson, Schaak, Byk (46. Virchow), Heyde (46. Rölle), Groß, Kuntze, Wienhold (77. Unay).