Die kleine Katzmaier-Gala

Das neu formierte 7er-Team des Moabiter FSV hat am Wochenende die Fahne des Vereins hochgehalten und auf heimischen Terrain immerhin ein 2:2-Unentschieden gegen Stern III erreicht. Maßgeblich für den Punktgewinn waren die beiden Treffer von FSV-Youngster Alexandra Katzmaier.


Moabit - Peter Pamin, Coach der Moabiter Reserve, muss nach der Partie heiser gewesen sein: Jede Tormöglichkeit seiner Schützlinge quittierte er mit einem lautstarken "Jetzt! Jetzt!" - und von denen gab es reichlich. Die dritte Garnitur des Steglitzer Berlin-Ligisten reiste nur mit einem halben Dutzend Spielerinnen an, die optische Überlegenheit des FSV war also logische Konsequenz.

Den ersten Treffer landete dennoch Stern. Mitte der ersten Hälfte fand ein weiter Ball in Janica Rimscha einen dankbaren und völlig unbedrängten Adressaten: 0:1. In der Folge drückte Moabit, ohne dabei aber die Überzahl durch schnelles Passspiel auszunutzen. Es blieb zumeist bei Fernschüssen, und die waren zumeist harmlos.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff begann "Die kleine Alexandra-Katzmaier-Gala". Mit einem gefühlvollen Heber glich sie aus. Nach einem ersten Moabiter Versuch und der Parade von Stern-Torwächterin Ludwine Schulz stand die Kiste leer und die erst 17-jährige Mittelfeldspielerin staubte clever ab. Eigentlich hatten die Moabiter Ultras (drei Kameradinnen aus der Landesliga-Elf säumten den Spielfeldrand) nun drei Punkte eingeplant. Mit Recht, Moabit drückte nach dem Ausgleich auf die Tube und erspielte sich Chancen im Minutentakt. Dann fiel das 1:2 - aus dem Nichts. Ein harmloser Ball trudelte in das von Christin Feist behütete Tor.

 

Steglitzer Optimisten hatten die Rechnung jetzt freilich ohne Wirtin Katzmaier gemacht. Die steuerte nämlich kurz nach dem neuerlichen Rückstand aus halbrechter Position in die Sterner Hälfte und packte das Spielgerät aus zwölf Metern Distanz in das Netz der Gäste. Schulz war chancenlos, der Ball schlug hart und knapp neben dem langen Pfosten ein. In der Schlussphase drängte Moabit weiter, letztendlich blieb es aber bei der Punkteteilung.

Auch wenn mehr möglich gewesen wäre, so war der Punkt nach dem 0:6-Debakel der Landesliga-Elf bei Türkiyemspor Berlin am Vortag wie Balsam auf geschundene Moabiter Fußballer-Seelen. Und die Pamin-Sieben bleibt weiterhin ungeschlagen.

Moabiter FSV: Feist, Mizmizlioglu, Abbes, Höper, Byk, Ottinger, Katzmaier, Rempe.