Schatton macht den Unterschied

Lichtenberg/Moabit – In der Fußball-Landesliga ging es für die Frauen des Moabiter FSV zuletzt Schlag auf Schlag. Nach dem unerwartet hohen Sieg gegen die Zweite Garnitur des BSC Marzahn musste das Team aus Berlin Mitte zunächst zum designierten Aufsteiger Lichtenberg 47. Trotz eines spielerisch starken Auftritts ging die Partie mit 3:5 verloren. Grund dafür war die Gala der früheren Bundesliga-Spielerin Sarah Schatton, die alleine drei der Lichtenberger Treffer markierte.

 

Durch Rubina Kern und eben Schatton geriet der Moabiter FSV Mitte der ersten Hälfte ins Hintertreffen. Beide Gegentore fielen unter die Kategorie vermeidbar – genauso wie der Anschluss durch Franzi Groß nach einer halben Stunde. Ihren eher harmlosen Freistoß fing die Lichtenberger Torhüterin zwar ab, ließ den Fall aber dann irgendwie aus den Händen und anschließend ins eigene Tor gleiten. Relativ schnell nach der Pause stellte Schatton den alten Abstand wieder her (52.). Die tolle Moral des FSV fand dann leider erst in der Schlussphase ihren Beleg. Clara Bader und die bärenstarke Jana Allershausen trafen zum 3:3 ins Schwarze. Restliche Spielzeit: zehn Minuten. 

Schatton war es dann wieder, die etwas gegen ein leistungsgerechtes Unentschieden hatte. Von der linken Seite zog sie diagonal über den Platz, überlief dabei drei Moabiter Gegenspielerinnen und drosch den Ball – mittlerweile auf der rechten Seite angekommen – zum 4:3 halbhoch in die linke Torecke (84.). Äußerst schwer, äußerst sehenswert und zum Leidwesen der Moabiter Elf spielentscheidend. Anika Lenz machte in der 90. Minute den Deckel für Lichtenberg drauf, Allershausen traf in der Nachspielzeit nur den Pfosten. FSV-Coach Matthias Vogel: „Ich bin zufrieden, wir versuchen selbst gegen so einen Gegner Fußball zu spielen und haben das heute auch ganz gut hinbekommen. Für etwas Zählbares hat es deshalb nicht gereicht, weil wir vor der Kiste zu unentschlossen waren und uns hinten den einen oder anderen Aussetzer zu viel erlaubt haben. So einfach ist das.“

Moabiter FSV: Röhrich, Heyde (Bader), Haacke, Schaak, Kirchmaier, Wienhold, Schoenrock, Virchow (Abbes), Groß, Allershausen, Ziese.