Moabiter Frauen steigern sich trotz größeren Umbruchs.

1,54 zu 1,56 steht es auf der Punkteskala, wenn man den Quotienten der Saisons 2018/19 und 2019/2020 vergleicht. Berücksichtigt man den Trainerwechsel in der Winterpause der Vorsaison, ergibt sich für die Rückrunde 2019 gar ein Schnitt von 1,58 Punkten pro Spiel. Ein auf den ersten Blick recht kleiner positiver Trend. Warum ist das dennoch bemerkenswert?

Wie also bewertet das Trainerteam die zurückliegende Saison, die aufgrund der Coronakrise mittlerweile abgebrochen wurde?

“Der aktuelle sechste Platz ist angesichts des katastrophalen Starts in die Saison mit drei Niederlagen eine gute Leistung. Durch die anschließenden deutlichen Siege gegen Adler und Borsigwalde sowie den verdienten Punktgewinn gegen Stern 1900 hat das Team den Glauben an sich wiedergefunden und auch vermeidbare Rückschläge wie gegen Hansa und Mariendorf bestens weggesteckt. Meine persönlichen Highlights waren der Unterzahlsieg in Lichtenberg, die überzeugenden Auftritte gegen Blau-Gelb und Adlershof sowie unsere knappen Niederlagen gegen Wittenau. Ich bin mir sicher, dass wir in den verbleibenden Spielen noch den Sprung in die Top 5 geschafft hätten und so sollte das für die neue Spielzeit unser Ziel sein. Wir erwarten keine Flut an Zu- oder Abgängen und wollen in einer sicherlich unübersichtlichen Landesligasaison das Niveau der Liga mitbestimmen. Wir sind ein stabiles Team und ich hoffe, dass einige Spielerinnen im neuen Jahr die nächste Evolutionsstufe zünden. Da denke ich insbesondere an Luana Lorenz, Emilia Semper, Jessica Graßmann, Michelle Heyder, Rieke Godenrath und unsere U17-Spielerinnen, die wir integrieren möchten.”, formuliert Martin Meyer seinen Rück- und Ausblick.

“Nachdem der Saisonbeginn der Landesliga-Truppe doch relativ enttäuschend war, machte sich zum Ende der Hinrunde/Anfang der Rückrunde ein deutlicher Aufwärtstrend bemerkbar, bei dem man sich durchaus wie ein Team präsentierte, das auch um den Aufstieg in der recht ausgeglichenen Landesliga mitspielen könnte. Da gilt es in der neuen Saison natürlich den positiven Schwung gleich mitzunehmen. Bemerkenswert war sicherlich wie souverän man trotz Unterzahl das Rückrundenspiel bei Sparta Lichtenberg gestaltete.”, fasste der Sportliche Leiter Alexander Wegener die Situation zusammen.