Der Moabiter FSV holt am letzten Spieltag auswärts einen Punkt und toppt damit die Hinrundenbilanz.

Abschiedstreffer durch Sara Allouch – Wechsel in höhere Sphären
Nachdem große Teile der Mannschaft bereits seit morgens im Poststadion fleißig die Jugendteams (mit Erfolg) angefeuert hatten, brach die Delegation zum Auswärtsspiel nach Buchholz auf. Vor Ort war die Ernüchterung dann groß, als die Wasserversorgung aufgrund von Legionellen-Gefahr nur durch den erstaunlich günstigen (nicht!) Glasfaschenerwerb beim hiesigen Wirt gesichert werden konnte. Tapfer durchhalten hieß es also bei serengetischen Temperaturen.
Für Moabit ging es dann auch gut los, als Sara Allouch in ihrer letzten Partie im Moabiter Dress aus abseitsverdächtiger Position den Führungstreffer besorgte. Inga Müller spielte einen zentimetergenauen Pass in die Schnittstelle und durfte sich über den Scorer freuen.
“Sara wird uns nach Saisonende in Richtung Viktoria 89 verlassen und Ihr Glück in einer höheren Liga versuchen. Wir unterstützen sie dabei und drücken die Daumen dafür. Sie ist schließlich wohl das größte Talent, dass unser Verein bislang in den Frauenbereich geführt hat! Zur Not findet sie den Weg zu uns ja sicher auch in Zukunft.”, kündigte Trainer Martin Meyer augenzwinkernd an.

Schleppendes Spiel – glücklicher Ausgleich
Die Gastgeberinnen aus Buchholz wollten den Moabiter Saisonabschluss nicht zur Kaffeefahrt werden lassen und boten eine couragierte Vorstellung. Letztlich führte passives Moabiter Verteidigen auf links zu einem Bogenlampentreffer für Buchholz, bei dem Keeperin Sofie Manthe erstmals in dieser Saison ihre Finger mit im Spiel hatte.
Das muntere Wechselspiel in der zweiten Hälfte führte weiter dazu, dass der rote Faden im Moabiter Spiel verloren ging und nur Einzelaktionen zu Torgefahr führten. Die besten Chancen ließ in der Schlussphase Pia Etzold liegen, die an diesem sonnigen Tag anscheinend um keinen Preis noch die interne Torjägerinnenkanone von Sara Allouch übernehmen wollte. Eine glänzend parierende Torhüterin auf der anderen Seite könnte aber auch dafür verantwortlich gewesen sein…
Moabit zeigte insgesamt keine aufsehenerregende Leistung, hätte den Sieg insgesamt aber wohl verdient gehabt.

Gelungene Rückrunde bringt Selbstvertrauen für die neue Saison
Nach dem überraschenden Trainerwechsel im Januar war kurzfristig Unruhe in den Verein gekommen, galt es neben den feststehenden Abgängen von Franziska Groß, Dori Mersch, Sabrina Kaluza und Anni Zoschke auch noch den Trainerposten neu zu besetzen. Glücklicherweise fanden sich im Laufe der Rückrunde weitere Spielerinnen im Poststadion ein, die das Team nachhaltig verstärkten. Insbesondere Inga Müller, Jessica Grassmann und Rückkehrerin Jule Klandt konnten sich schnell in die Startelf spielen und nicht zu vergessen ist auch die starke Spielzeit von Sofie Manthe als Ersatz für die erkrankte Wienke Jensen. Ebenfalls erste Einsätze in der Landesliga sammeln konnten die Neuzugänge Katharina Frey, die sogar zwei Tore in ihren sechs Einsätzen erzielte, sowie Hanyah Holletzek.
Alexander Wegener und Martin Meyer agierten fortan als Duo und brachten nach durchwachsener Vorbereitung ausgerechnet gegen Viktoria 89 II, das Team von Ex-Trainer Matze Vogel, den Karren ans Laufen. Trotz der Niederlage (0:3) war spürbar, dass das Team bereit für die Rückrunde war und mit Ausnahme der Partien gegen Hansa 07 (1:6) und Mariendorf (0:2) blieben die Enttäuschungen aus. Höhepunkte waren aus Trainersicht die Duelle mit Stern 1900 II (1:0), SpaKi (0:2) und der dominante Erfolg gegen den 1. FC Schöneberg (2:0), die das spielerische Potential des Teams belegten.

Für die neue Saison soll es nun nach dem Motto “immer einen Platz besser als zuvor” um den Angriff auf die Top 5-Teams gehen. Mit Borsigwalde und Blau-Gelb steigen zwei Teams aus der Berlinliga ab, die sicher im kommenden Jahr wieder oben mitspielen wollen und von unten kommt mit großen Schritten Wittenau aus der Bezirksliga. Bislang stehen neben Sara Allouch nur TT Mausbach (Pause) und Emilia Semper (Auslandsjahr, die Tage bis zur Rückkehr werden bereits gezählt) als Abgänge fest. Der Kern des Teams soll bestehen bleiben und sich spielerisch und taktisch weiterentwickeln.