Sonntagmorgen, 9 Uhr, Dauerregen, kalt, Tag nach Halloween. Was gibt es schöneres, als auf dem Fußballplatz beim FSV Berolina Stralau zu stehen? Richtig, nichts! Und so fanden sich die B-Mädchen des Moabiter FSV auch pünktlich um 8 Uhr an der Lasker-Sportanlage ein, um ihr erstes Meisterschaftsspiel in dieser bereits seit Anfang September laufenden Saison zu bestreiten. Vermutlich wird es auch das letzte Meisterschaftsspiel in diesem Jahr sein, werden wir doch wieder in die Zwangspause geschickt.

Pünktlich zum Anpfiff hörte es dann auch auf zu regnen und die Sonne kam sogar das ein oder andere Mal zum Vorschein. Glück für Trainerin Jule, hatte sie doch schon Sorge, im Laufe des Spiels zu erfrieren. Nachdem es im Heimteam lediglich sieben Spieler:innen zum Anstoß geschafft hatten, dezimierte sich Moabit selbstverständlich ebenfalls. Nach der Begrüßung und einigen kleinen Verwirrungen seitens des Schiedsrichters (bei Ball im Seitenaus wird eingerollt und eine Halbzeit dauert 40 Minuten) ging es dann auch schon los. Finja im Tor, Mia und Polly in der Abwehr, Ela und Linda auf den Außenbahnen, Yasemin im Zentrum und Tijen im Sturm wollten gleich zu Beginn zeigen, welches Team die drei Punkte am Ende mit nach Hause nehmen wird. So dauerte es genau zwei Minuten, bis Moabit das erste Mal gefährlich vor dem Stralauer Tor auftauchte und nur von der Torhüter:in des Heimteams gestoppt werden konnte. Den Stralauer Torhüter:innen ist es auch geschuldet, dass die Moabiter Mädels einmal mehr vor dem Tor verzweifelten und das Ergebnis nicht noch höher ausfiel. Folgend spielten die Moabiter B-Juniorinnen schöne Pass-Kombinationen, Linda startete ein ums andere Mal wirklich schöne Läufe über die Außenbahn, Ela eroberte viele Bälle auf ihrer Seite und spielte schnell weiter Richtung gegnerisches Tor. So auch vor dem 0:1, welches Polly schließlich in der 7. Minute ins rechte Eck vollendet. In der 9. Minute vollendet Ela dann schließlich selber ins rechte Eck, nachdem sie zuvor schön in Szene gesetzt wurde. Vier Minuten später knallt Linda den Ball als Höhepunkt eines weiteren, tollen Laufs an die Latte, ehe Mia den Ball nach einer klasse Eroberung ins Zentrum spielt. Dort findet der Pass durch Linda eine glückliche Abnehmerin, welche den Ball geschickt ins Tor schiebt, 0:3. Anschließend war in der 16. Minute Tijen am Zug, welche einen zuvor von Polly eroberten Ball abgelegt bekommt und ins Tor schießt. In der 27. Minute haut Polly einen Freistoß noch an die Latte, vier Minuten später erobert sie dann den Ball im Mittelfeld und schießt den Ball zum 0:5 ins Tor. Währenddessen hatten bereits Karo und Jelena den Weg ins Spiel gefunden, nach der Halbzeitpause dann auch Leoni und Zeynep. In der zweiten Halbzeit macht Moabit genau da weiter, wo es in der ersten Halbzeit aufgehört hatte: ein Torschuss folgt dem nächsten, zwischendurch landet der Ball dann auch im Tor. So auch in der 44. und 49. Minute, in denen Yasemin den Ball einmal von einem Polly-Freistoß serviert bekommt und einmal eine Gegenspieler:in austanzte, 0:7. Auch in diesem Spiel steigerte sich das Moabiter Team in der zweiten Halbzeit wieder, gerade spielerisch. Ein Beispiel: In der 65. Minute gelingt Moabit nach einem tollen Spielaufbau über Finja, Ela und Yasemin schließlich ein letzter Pass in den Lauf von Mia, welchen sie mit einem Tor belohnte. Nach weiteren Torschüssen, welche allesamt von der guten Stralauer Keeper:in gehalten wurden, belohnte Yasemin ihr Team mit einem Tor in Minute 67 und vollendet ebenfalls zum finalen 0:10 in Minute 69. Mit diesem Schlusspfiff wurden beide Teams dann auch in die gezwungene Covid-19-Pause verabschiedet. Schade… Umso mehr freut uns dieser verdiente Sieg zum Abschluss. Mit einer Niederlage geht es schließlich viel schwerer in die kommenden spielfreien Monate, weiß man nicht, wann der nächste Zeitpunkt für eine Wiedergutmachung anstehen würde.

Trainerin Jule war heute wieder einmal zufrieden mit der Leistung des Teams. Auch darüber, dass sich die Neuen (heute war Zeyneps erstes Fußballspiel!) gut einfinden und vom Rest des Teams integriert werden. Leoni kam in der zweiten Halbzeit auch besser ins Spiel und hatte einige gute Aktionen.