Am Samstag, den 24.10.2020, verlor die U17 bei fast sommerlichen Temperaturen (lediglich Trainerin Jule hätte gerne schon ihren Schneeanzug angezogen) unglücklich mit 2:4 gegen die SG BSC Rehberge/SV RW Viktoria Mitte/BFC Alemannia 90 (im Folgenden BSC Rehberge zur Verkürzung).

Mit 10 Spielerinnen* und 3 Trainerinnen im Gepäck reiste der Moabiter FSV rund vier Kilometer nach Norden zu den Vertreterinnen* vom BSC Rehberge. Es sollte ein letzter Test vor dem anstehenden ersten Ligaspiel am kommenden Samstag gegen FSV Berolina Stralau werden. Erfreulicherweise schafften es auch mehrere Zuschauende zum Anfeuern an die Afrikanische Straße.

Gut besetzt und hoch motiviert starteten wir in das Testspiel, wollten wir den Gegnerinnen* doch vom Anstoß weg zeigen, was sie am 05. Dezember im heimischen Poststadion erwartet, wenn es tatsächlich um Ligapunkte geht. Mit Finja im Tor, Jelena, Mia und Polly in der Verteidigung, Yasemin, Ela und Leoni im Mittelfeld, Tijen im Sturm sowie Amaya und Zeynep als allzeit bereite Spielerinnen* zunächst auf der Einwechselbank sollte das Spiel von hinten heraus sicher aufgebaut und dann schnell nach vorne gespielt werden. Dies gelang bis zur 12. Minute gut. Dann jedoch gab es einen unglücklichen Handelfmeter für die Gastgeberinnen*, welcher dann auch wuchtig verwandelt wurde. BSC Rehberge zeigte in dieser Phase des Spiels alles, was die Trainerinnen vom Moabiter FSV von ihrem Team forderten. So dauerte es dann nur 7 Minuten, bis der Heimverein in der 19. Minute mit 0:2 in Führung ging. Finja ist es zu verdanken, dass es nicht noch öfter im Moabiter Tor geklingelt hat, gut rausgelaufen, viel geredet, oft pariert, weiter so! Anschließend sammelten sich die Mädels wieder etwas, das Zusammenspiel wurde besser und so fiel in der 26. Minute auch verdient das 1:2, nachdem Yasemin an der Mittellinie den Ball eroberte, vor dem Strafraum eine Gegenspielerin* umrundete und mit links ins rechte Eck einnetzte.

In der Halbzeitpause wurde dann an das Zusammenspielen appelliert sowie die guten Trainingseinheiten zum Thema Doppelpass angesprochen. Das Team vom Moabiter FSV nahm sich für die zweite Halbzeit viel vor, sind sie doch nicht nur auf sondern auch neben dem Platz ein super Team!

Die zweite Halbzeit startete jedoch gleich wieder mit einem Rückschlag. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff schossen die Gastgeberinnen* das 1:3. Doch die Moabiter Mädels rappelten sich auf, setzten ihre Vorsätze aus der Halbzeitpause gut um und legten nicht einmal zwei Minuten später nach. In der 39. Minute setzte sich Tijen auf links außen durch, legte gut zurück auf Polly, welche vor das Tor flankte. Am rechten Pfosten fand der Ball Mia, welche ihn im Netzt versenkte und somit auf 2:3 verkürzte. Folgend hatte Moabit mehr vom Spiel. Alle Teammitglieder arbeiteten gut mit und zeigten eine geschlossene Teamleistung, auf welcher es aufzubauen gilt. Jelena vereitelte in der Innenverteidigung viele Gästechancen, Ela und Leoni machten auf den Außenpositionen viel Wind und Zeynep und Tijen waren in der Sturmspitze fleißig am Gästeärgern. Doch leider war es in der 70. Minute wieder der BSC Rehberge, welcher mit dem 2:4 auch den Schlusspunkt setzte.

Trainerin Jule fasst das Spiel nach einer kurzen Erwärmung ihrer Finger folgendermaßen zusammen: „Wir haben heute zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Ich bin sehr zufrieden damit, dass sich die Mädels die Halbzeitansprache  zu Herzen genommen und in der zweiten Spielhälfte viel mehr als Team zusammengespielt haben. Ich hoffe, sie haben dabei gesehen, wie einfach sie sich Torchancen herausspielen können. Das Ergebnis war für mich heute nebensächlich, es ist aber für die Spielerinnen schade, dass sie ihr Engagement nicht noch mehr belohnen konnten. Besonders Tijen möchte ich heute hervorheben, da sie ein wirklich gutes Spiel abgeliefert hat, sehr präsent und bissig war und wusste ihr Zweikampfverhalten anzupassen. Das gesamte Team hat sich auch von Unruhen nicht zu sehr ablenken lassen und ist ihrem fairen Spiel treu geblieben.“

Lio, welche heute ihr Debut als Trainerin an der Seitenlinie gab, sah das Spiel ähnlich wie ihre Kollegin: “Nach einer unruhigen ersten Hälfte inkl. überhasteter Abschlüssen, gelang es dem Team in der zweiten Hälfte kontrollierter von hinten das Spiel aufzubauen und Torschüsse zu generieren. Hierbei zeigte sich nicht nur die individuelle Klasse der Spielerinnen sondern auch eine überzeugende Teamleistung”

„Ein turbulentes und spannendes Testspiel. In der ersten Hälfte hat das Zusammenspiel der Moabiterinnen* trotz vieler Zurufe von Trainerin Jule (ich koche ihr gleich einen Kamillentee) noch nicht optimal funktioniert. Doch nach der Halbzeitpause haben die Mädels gezeigt, dass sie nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz ein tolles Team sind. Da waren ein paar klasse Spielzüge dabei!“ fasst auch die unermüdlich anfeuernde zweite Vorsitzende Charlene das Spiel zusammen, untermauert damit die Leistungssteigerung des Moabiter Teams in der zweiten Halbzeit und hebt somit die guten Voraussetzungen für das erste Ligaspiel hervor, sollte nahtlos an die zweite Hälfte angeknüpft werden.

#wirsingeinteam