Unser Beat. Moabit.

Unser Beat. Moabit.

Wunder in Wittenau bleibt aus (0:18)

Sonntagvormittag reisten unsere Bezirksliga-Damen in den Norden von Berlin nach Wittenau, um die Rückrunde zu eröffnen und sich der Mammutaufgabe Concordia zu stellen. Die Voraussetzungen waren leider alles andere als ideal, nach zahlreichen Ausfällen mussten einige fest eingeplante Spielerinnen für die Landesliga-Elf ran, zudem hatte man wie bereits im Hinspiel keine gelernte Torhüterin im Kader. So glich der Spieltagskader sehr stark dem Kader der 24:0-Niederlage, nichtsdestotrotz wollte man sich diesmal besser präsentieren und sich nicht noch einmal so viele Treffer einschenken lassen.

Kampfgeist unterliegt individueller Klasse – Fortschritte erkennbar
Man startete voller Elan in die Partie und versuchte die zwei Viererketten, die das gesamte Spiel engagiert und eindrucksvoll von Verteidigerin Nele Reich dirigiert wurden, eng beisammen zu halten, sodass man den Gegner jederzeit zügig in Überzahl attackieren konnte. Leider war der Gastgeber, dessen Spielerinnen in der Vergangenheit alle schon in höherklassigen Ligen ihre Fähigkeiten zeigen konnten, technisch und spielerisch so sehr überlegen, dass Aushilfstorhüterin Joy Guobadia, die eine den Umständen entsprechend gute Leistung zeigte, bereits in der fünften Minute zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kämpfte Moabit weiter und war stets darum bemüht die Ordnung zu halten, durch die Stärke des Gegners, gepaart mit ein paar individuellen Fehlern, fielen die Tore jedoch quasi im fünf Minuten Takt, Halbzeitstand 0:9, immerhin einer weniger als im Hinspiel. Positiv zu beobachten war jedoch, dass der Gegner unzufriedener mit dem eigenen Spiel wurde, man konnte sie also zumindest etwas ärgern.

Moabiter Team geht ans Limit
Im Gegensatz zur Partie im September gab es diesmal keine Diskussion, ob man die zweite Halbzeit überhaupt bestreitet, nein man besprach lieber was man noch besser machen könne und dass man sich auf keinen Fall erneut mit 24 Dingern auf den Heimweg begibt. Die zweite Hälfte bot ein ähnliches Bild wie die vorangegangene, Moabit kämpfte aufopferungsvoll, besonders die beiden frisch genesenen Stephanie Bräuer und Ebba Al Khamees gingen bis an ihr körperliches Limit und bestreiteten einen Zweikampf nach dem anderen, musste aber immer wieder Rückschläge in Form von Gegentreffern hinnehmen. Rechtsverteidigerin Charlotte Kolmsee versuchte ab und an Gegenangriffe einzuleiten damit man wenigstens einen Ehrentreffer erzielen könnte, leider wurden sämtliche Versuche früher oder später gestoppt. 10 Minuten vor Schluss dann noch eine Schreckensnachricht, Ebba Al Khamees knickte um und musste verletzt ausgewechselt werden, an dieser Stelle gute Besserung und schnelle Genesung! Am Ende hieß es dann 18:0 für Wittenau.

Trainer Alexander Wegener resümierte nach dem Spiel: “Natürlich kann man mit so einem Ergebnis nicht zufrieden sein, es gab aber durchaus positive Aspekte zu beobachten. Es wurde immer versucht die Formation zu halten und besonders die unerfahrenen Spielerinnen haben sich dieses mal in der Defensive mehr beteiligt, insgesamt stimmte der Einsatz bis zur letzten Minute. Auch haben wir uns immerhin um 6 Tore verbessert, wenn wir das jetzt in jeder Rückrundenpartie schaffen…”

Die vermutlich schwerste Begegnung hat Moabit nun hinter sich, im nächsten Punktspiel trifft man auf den FC Nordost gegen den man sich bessere Chancen ausrechnet.

Fotos: Moabiter FSV | Fragen & Anmerkungen? Schreib uns!