Unser Beat. Moabit.

Unser Beat. Moabit.

Testspielerfolg gegen den Berliner TSC (6:1)

Moabit kann auch Regen. Bei dezent unangenehmen Witterungsbedingungen netzt Godenrath dreifach.

Spielstarke Gäste gegen zaghafte Moabienen
Coach Alexander Wegener hat für das Testspiel in der langen pflichtspielfreien Zeit bewusst einen Gegner ausgewählt, der sein Team fordern würde. Der Berliner TSC erfüllte diese Hoffnung von Beginn an und zeigte mit hohem Pressing und geordnetem Spiel über das starke Zentrum schnell, dass Moabit sich strecken müsse, um zu gewinnen. Mit Haynah Holletzek und Inga Müller in der Innenverteidigung, flankiert von Aneta Pekalska und Charlotte Kolmsee, sowie Judith Mülders vor der Abwehr agierte Moabit zu Beginn noch nicht sattelfest. Viele Fehlpässe oder Anspiele in Drucksituationen im Mittelfeld sorgten für Ballverluste und zügiges Umschalten des TSC. So stand es nach einem feinen Pass in die Schnittstelle der Viererkette völlig verdient 1:0 für die Gäste.
Von der Moabiter Offensive war bis dahin recht wenig zu sehen. Den Tempovorteil auf rechts über Jana Heyde sowie die individuelle Klasse von Jessica Graßmann setzte das Team zu selten in Szene, sodass einige Durchbrüche der fleißigen Isabel Schniepp herhalten mussten. Zu wenig, um den Klassenunterschied spürbar zu machen und vor allem zu harmlos, um einen Torerfolg zu verbuchen.
Kurz vor der Pause dann doch noch der glückliche Ausgleich durch Rieke Godenrath, die während der ersten halben Stunde ins Sturmzentrum beordert worden war. Eine Heyde-Flanke konnte die TSC-Schlussfrau nicht festhalten, den Abpraller konnte dann Graßmann auf die Torschützin weiterleiten (39.).

Umstellungen fruchten, mit Paschmann kommt die Torgefahr
In der Halbzeitpause ersuchte Trainer Martin Meyer sein Team um mehr Zweikampfengagement und zusätzliche Ruhe im eigenen Spielaufbau. Holletzek und Müller stabilisierten das Moabiter Spiel nun zunehmend besser im Aufbau und der Seitentausch der Außenverteidigerinnen sorgte für weitere Qualität im Spiel nach vorne und hinten.
Bereits vor der Pause waren Nazlı Can Yağcı und Sally Paschmann ins Spiel gekommen und vor allem letztere setzte Akzente im Moabiter Spiel. Ein ums andere Mal überspurtete sie ihre direkte(n) Gegenspielerin(nen) und setzte sich auf links durch. Viele Angriffe liefen nun nach diesem Schema und der Berliner TSC fiel konditionell zunehmend ab. Rieke Godenrath belohnte sich so in der 69. Minute mit dem zweiten Treffer und drehte das Spiel. Das 3:1 erzielte Jana Heyde nach einem tollen Solo mit Startpunkt in der eigenen Hälfte. Nachdem sie kurz nach der Pause nach ähnlichem Sprint noch frei vor dem Tor den Querpass versemmelte, machte sie es in der 73. Minute besser, überlief die Abseitsfalle und umkurvte gar noch die Keeperin. Kurz vor der Außenlinie fing sie den etwas weit vorgelegten Ball noch ab und lief mit ihm ins Tor – Szenenapplaus von außen.

Berliner TSC unter Wert geschlagen
Anschließend gab es für Moabit kein Halten mehr. Sicherlich stark begünstigt durch die Verletzung einer TSC-Spielerin sowie den späteren Ausfall der starken Keeperin, die zuvor noch einen Elfmeter von Judith Mülders halten konnte, hatte die Moabiter Offensive leichtes Spiel. Jessica Graßmann traf noch nach Paschmann-Vorlage und Rieke Godenrath machte den Dreierpack komplett. Mit ihrer Sprintstärke empfahl sie sich nachhaltig für einen Platz im Team und hätte bei besserer Verwertung ihrer Chancen durchaus noch zwei Treffer mehr erzielen dürfen. Den Schlusspunkt setzte Julia Kovtun per Flachschuss aus 12 Metern und machte den Deckel zum 6:1 zu.
Im Ergebnis nach guter zweiter Hälfte ein verdienter Sieg, der aber auch klar die Grenzen im Moabiter Spiel aufzeigte. Danke und Kompliment an den Berliner TSC – so muss der Weg auf Dauer in die Landesliga führen!

Fotos: Moabiter FSV | Fragen & Anmerkungen? Schreib uns!