Unser Beat. Moabit.

Unser Beat. Moabit.

Im Stile einer Turniermannschaft

Nicht gewonnen und doch weiter im Rennen – die Moabiter Damen ziehen souverän in die Qualifikationsrunde zum Hallenmasters ein. Trotz eines sechsten Platzes bei der Landesligarunde darf der FSV weiter in der Halle aktiv werden. Möglich macht das erneut der Rückzug anderer Teams.

Gleich zu Beginn des Turniers im beschaulichen Hohen Neuendorf ereilte das Team jedoch der erste Rückschlag des Tages. Sara Allouch, in den bisherigen Hallenrunden stets belebendes Element klagte über Unwohlsein und musste ihre Teilnahme kurzfristig abblasen. Glücklicherweise waren zehn Spielerinnen an Bord, sodass ausreichend Wechseloptionen bestanden.

Starker Start gegen Spandau – Schöneberg wieder nicht zu schlagen

Es hat bereits Tradition, dass der Moabiter das Auftaktspiel gegen die Turnierfavoriten bestreiten darf, so geschehen bereits gegen Türkiyemspor, Stern 1900 II und nun gegen die Spandauer Kickers. Doch siehe da: Moabit erkämpft sich das 1:1 nicht nur, sondern erspielt es sich in ansehnlicher Weise. Und so richtig unverdient wäre ein Sieg auch nicht gewesen, denn die Budenzauberinnen aus dem Poststadion kämpften leidenschaftlich und hatten weitere Chancen. Lediglich in der Schlussphase kam zunehmend Hektik auf und führte zu einigen brenzligen Situationen. Ein guter Auftakt mit einem schönen Treffer durch Iman El Rahal, den Sofie Manthe gedankenschnell einleitete.
Das zweite Duell sollte gegen den 1. FC Schöneberg gehen, ein unangenehmer, da sehr aggressiv und körperlich auftretender Gegner, zudem mit einer brandgefährlichen Stürmerin ausgestattet. Moabit kämpfte auch hier unermüdlich und konnte das Spiel ausgeglichen halten. Schöneberg war zwar am Drücker, doch mit cleverem Spielaufbau gab es diverse Moabiter Möglichkeiten zum eigenen Torerfolg. Leider ließ eine umstrittene Situation kurz vor dem eigenen Torraum für die Führung der Schöneberger Mannschaft. Jessica Graßmann wurde an der Bande hart angegangen und musste den Ball preisgeben. Schöneberg verwertete zielstrebig und konnte im Anschluss noch den zweiten Treffer gegen überrumpelte Moabiterinnen erzielen. „Schiedsrichterentscheidungen gilt es zu respektieren. Die Kollegen stellen sich zu dieser frühen Zeit freiwillig auf den Platz und geben ihr Bestes. Zu kritisieren ist jedoch, dass Nachfragen nach dem Spiel arrogant abgebügelt werden. Da wünsche ich mir mehr Kommunikation“, äußerte sich Trainer Martin Meyer anschließend.

Ohne Chance gegen eingespielte Steglitzerinnen – Kovtun sichert Punkt gegen Sparta

In Spiel drei merkte man den Spielerinnen des Moabiter FSV dann deutlich die Verunsicherung an. Gegen Stern 1900 II, sicherlich das ausgereifteste Team, auf das man bisher getroffen ist, setzte es ein 0:6 – am Ende herrschte Tag der offenen Tür und die Gegenwehr kaum noch spürbar. In dieser Form werden die Steglitzer Frauen sicher auch beim Abschluss am Sonntag eine gewichtige Rolle spielen.
Gegen Sparta Lichtenberg knüpfte Moabit dann wieder an bessere Auftritte an und verdiente sich ein 1:1-Unentschieden. Julia Kovtun zauberte den Ball bei einem Konter ins gegnerische Netz und belohnte sich für ihre gute Turnierleistung.

Adlershof zu stark – Moabit profitiert als Nachrücker

Bei abschließenden Auftritt gegen den ABC war es für Moabit hingegen nicht möglich, weitere Punkte zu sammeln. Mit 1:4 unterlag man schlussendlich, erfreulicher Höhepunkt dabei war aber der sehenswerte Treffer von Katharina Frey, die aus der zweiten Reihe kraftvoll abschloss. Keine Chance gab es für die Adlershofer Schlussfrau und ein Lächeln konnte sich die Torschützin dann doch nicht verkneifen.
Trotz des sportlichen Ausscheidens geht es für die Damen um Alexander Wegener am Dienstag nach Schöneberg zur Qualifikationsrunde, da zwei Teams nicht antreten können. Währenddessen trainiert der Rest fleißig im Poststadion.

Fazit: Moabit muss nicht gewinnen, um erfolgreich zu sein. Moabit ist eine Turniermannschaft.

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