2:0-Auswärtssieg in Köpenick

In einem engen Spiel im Südosten der Stadt konnte Moabit drei Punkte einfahren und Selbstvertrauen für den Pokal sammeln. Dort trifft man am Donnerstag auf Regionalligist Stern 1900.

Auf rutschigem Rasen waren die Moabiter Spielerinnen zunächst nicht ganz standfest und mussten die anfängliche Zurückhaltung sukzessive abbauen. Das robust spielende Heimteam stellte Moabit bereits früh zu und sorgte im Mittelfeld für viele Duelle um den Ball, die zu Beginn mehrheitlich durch die Gäste für sich entschieden wurden. Nach nicht einmal zehn Minuten nahm sich die flinke Biene Fine dann ein Herz und die Beine in die Hand. Ein Dribbling fast aus der eigenen Hälfte, noch ein Haken im Strafraum und dann ein satter Abschluss – 1:0 für Moabit!

Bereits nach 23 Minuten musste leider die angeschlagene Jana vom Platz, sie war bereits mit eingeklemmtem Nerv in die Partie gegangen. Mia übernahm ihre Position und fand sich im Laufe des Spiels immer besser zurecht dank der Unterstützung von Lio auf der Position hinter ihr. Die Partie ging weiter eher in Richtung Köpenicker Tor, ohne jedoch zahlreiche Hochkaräter zu produzieren. So plädierte Trainer Martin in der Partie für ein weiteres Tor, um das Spiel unter Dach und Fach zu bringen. Bereits im Pokal war das Duell eng umkämpft, sodass die engagierten Askania-Spielerinnen sicherlich für Hälfte zwei einiges in petto haben würden.

Tatsächlich veränderte sich das Spiel, Moabit wurde passiver bzw. Askania übernahm mehr und mehr die Initiative. Das Tor von Pia wurde dabei zwar selten in Beschlag genommen, dafür aber das Schienbein der Moabiter Schlussfrau. Ein erster Zusammenprall im 16er sorgte bereits für Unverständnis auf der Moabiter Bank, beim zweiten Zusammenstoß machte Trainer Martin seinem Ärger aber Luft und kritisierte die Heimtrainer für deren Reaktion auf die Verletzung: “Ich hätte in dieser Situation sicherlich freundlicher oder zurückhaltender sein können, aber dass weder die Schiedsrichterin eingriff noch meine Trainerkollegen eingesehen haben, dass die Aktion gefährlich war, hat mich dann doch enttäuscht.”, gab er nach dem Spiel zu Protokoll.

Fortan wurde das Spiel, das von Anfang an von kleineren Fouls geprägt war, noch etwas hektischer und es ist letztlich der wachsamen Jule zu verdanken, dass Moabit die drei Punkte mit nach Hause nehmen konnte. Einen ungenauen Pass aus der Viererkette antizipierte die Kapitänin und schob überlegt ins lange Eck ein – Endstand 2:0!

Wehmut bleibt dennoch: Feli musste verletzt raus, Linda zumindest temporär nach einem Foul den Platz verlassen. Keeperin Pia kam mit einem blauen Schienbein davon. Es wäre sicherlich sinnvoll gewesen eine Spielverlegung in Betracht zu ziehen, um andere Rahmenbedingungen für ein intensives Spiel zu schaffen.

Anmerkung zum Schluss: der Moabiter FSV schreibt in den meisten Spielen einen Liveticker, der um Anekdoten rund ums Spielgeschehen oder vermeintlich lustige Fakten aus der Tierwelt angereichert wird. Das Team von Askania Coepenick fühlte sich dadurch in diesem Fall persönlich angegriffen. Auch wenn der Moabiter FSV anderer Auffassung ist, wurde der Liveticker auf wesentliche Informationen reduziert. Wir werden daher in diesem Fall keine Spielszenen oder den Liveticker verlinken, um eine weitere Eskalation zu vermeiden, da unserer Tickerin rechtliche Schritte angedroht wurden. Am Ende bleibt das Wichtigste: Moabit gewinnt völlig verdient zu Null.

Fotos: Moabiter FSV | Fragen & Anmerkungen? Schreib uns!

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